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Hessen: 20 Stipendien für geflüchtete Wissenschaftler

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Von: Hanning Voigts

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Geflüchtete Wissenschaftler:innen können ihre Karrieren in Hessen fortsetzen, etwa an der Uni Frankfurt. Foto: Monika Müller
Geflüchtete Wissenschaftler:innen können ihre Karrieren in Hessen fortsetzen, etwa an der Uni Frankfurt. Foto: Monika Müller © Monika Müller

Hessen finanziert Studierende und Forschende, die ihre Heimat verlassen mussten. Wissenschaftsministerin Angela Dorn sieht dabei auch Vorteile für Hessen.

In der aktuellen Bewerbungsrunde des Programms „Hessenfonds“ erhalten insgesamt 20 geflüchtete Wissenschaftler:innen und Studierende ein Stipendium vom Land Hessen. Wie Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) mitteilte, gingen neun der Stipendien an Akademiker:innen aus der Ukraine, die aktuell in Forschungsprojekte an hessischen Universitäten eingebunden sind. Außerdem werden eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler unterstützt, die ihre Heimatländer als politisch Verfolgte verlassen mussten und ihre Laufbahn nun zunächst in Hessen fortsetzen.

Darüber hinaus erhalten acht geflüchtete Studierende und eine Doktorandin ein Stipendium. Sie stammen aus der Ukraine, dem Iran und Syrien. Bei Studierenden beläuft sich das einjährige Stipendium auf 300 Euro im Monat, Promovierende erhalten 1200 und Forschende nach der Promotion 2300 Euro. Außerdem fördert der „Hessenfonds für Geflüchtete und Verfolgte – hochqualifizierte Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“ auch Beratungs- und Sprachangebote an den hessischen Universitäten.

Mit den Geflüchteten kommt auch internationale Expertise nach Hessen

Der Hessenfonds helfe „Menschen in ihrer Notsituation“, er nütze aber auch Hessen, sagte Wissenschaftsministerin Dorn. „Wir gewinnen für die hessischen Hochschulen damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Promovierende, die wichtige Expertise und Erfahrungen in die Forschungsbereiche einbringen.“ Damit stärke der Fonds auch „die internationale Vernetzung des Wissenschaftsstandortes Hessen“ und helfe zusätzlich gegen den Fachkräftemangel.

In 13 Antragsrunden haben seit 2016 insgesamt 222 Studierende, 23 Promovierende und 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach der Promotion ein Stipendium erhalten. (Hanning Voigts)

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