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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Gedenkfeier im Congress-Park-Hanau. Boris Roessler/dpa
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Gedenkfeier im Congress-Park-Hanau. Boris Roessler/dpa

Anti-Rassismus

Hanau: „Lasst nicht zu, dass die böse Tat uns spaltet“

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wirbt in Hanau um Vertrauen.

Ein Fanal, eine „Kampfansage an gefundene Formen des friedlichen Zusammmenlebens“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Tat von Hanau genannt. Die Morde seien kein Zufall gewesen, sagte er am Freitagabend bei der sehr stillen, sehr nachdenklichen Gedenkfeier im Kongresszentrum, wohin die Stadt eingeladen hatte.

Den Opfern sei in den Augen des Täters gemeinsam gewesen, dass sie „nicht hierher gehören sollten“. Er habe sich das Recht angemaßt, zu entscheiden, wer hierher gehöre und wer nicht. Diese „perfide Botschaft“ verbreite nicht nur Entsetzen, sondern auch Angst unter allen Menschen mit Einwanderungsgeschichte.

Er sei nach Hanau gekommen, weil es ihn bedrücke, „dass unser Staat sein Versprechen von Schutz, Sicherheit und Freiheit“ nicht habe einhalten können. Gleichzeitig warb Steinmeier um Vertrauen in diesen Staat. Um dieses Vertrauen zurückzugewinnen, müsse der Staat Aufklärung und Aufarbeitung leisten.

Genau diese lückenlose Aufklärung forderten Angehörige der Opfer in Videobotschaften ein. Leid, Trauer, Enttäuschung und Vorwürfe wurden dabei noch einmal deutlich.

Armin Kurtovic, Vater des ermordeten Hamza Kurtovic, warf den Behörden im Namen der Angehörigen „mangelnden Aufklärungswillen“ vor. Viele Fragen seien noch nicht beantwortet. „Unsere Kinder waren keine Fremden“, sagte Kurtovic. Es müsse alles dafür getan werden, dass keine Familie mehr ein solches Leid erfahren müsse.

Steinmeier appellierte an alle: „Lasst nicht zu, dass die böse Tat uns spaltet! Übersehen wir nicht die bösen Geister in unserer Mitte – nicht den Hass, die Ausgrenzung, die Gleichgültigkeit. Aber lasst uns glauben an den besseren Geiste unseres Landes an unsere Kraft zum Miteinander, zum gemeinsamen Wir!“

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