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Das hessische Kabinett hat die Pflegeunterstützungsverordnung reformiert.
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Das hessische Kabinett hat die Pflegeunterstützungsverordnung reformiert.

Hessen

Häusliche Pflege: Hessen senkt Hürden für Alltagshilfen

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen einfacher Unterstützung erhalten. Auch Nachbarschaftshilfe wird anerkannt.

Nachbarschaftshilfe ist in Hessen ein Angebot zur Unterstützung von Pflegebedürftigen im Alltag. Für diese Leistung kann auch der Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich genutzt werden. Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen begrüßte am Donnerstag die zuvor vom hessischen Kabinett beschlossene Reform der Pflegeunterstützungsverordnung. „Künftig wird die Anerkennung für Anbieter von Angeboten zur Unterstützung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen im Alltag vereinfacht“, sagte Landesvorsitzender Paul Weimann. „Dafür haben wir lange und intensiv gekämpft.“

Ziel der Änderungen in der Pflegeunterstützungsverordnung sei, die Anerkennung niedrigschwelliger Betreuungsangebote zu erleichtern. Die Möglichkeit einer Unterstützung durch sogenannte Nachbarschaftshelferinnen und -helfer habe sich bewährt. Deshalb würden die Covid-19-bedingten Sonderregelungen dauerhaft aufgenommen, teilte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) mit. „Viele Pflegebedürftige brauchen Hilfe bei Alltagsangelegenheiten. Wir stellen sicher, dass sie diese Unterstützung auch erhalten.“ In einem ersten Schritt würden bürokratische Anerkennungsvoraussetzungen für Anbieter deutlich reduziert. Diese Erleichterungen, so der Minister, gälten ab sofort. Vom 1. Oktober an würden auch die sogenannten Nachbarschaftshelferinnen und Nachbarschaftshelfer anerkannt.

Pflegebedürftige ab dem ersten Pflegegrad haben Anspruch auf den sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro im Monat. Das Geld kann etwa für haushaltsnahe Dienstleistungen wie Einkaufen oder Fensterputzen, für die Fahrtkosten zum Besuch einer Tagesstätte oder für professionelle Hilfe bei der Körperpflege eingesetzt werden. Der Haken: Es gebe bislang zu wenig Dienstleister, die die Voraussetzungen für eine Zulassung erfüllten, so der VdK. Dies habe zur Folge, dass in den vergangenen Jahren viele Anspruchsberechtigten den Entlastungsbetrag überhaupt nicht genutzt hätten.

Seit Jahren fordere der Sozialverband die bürokratischen Hürden für eine Zulassung zu senken. Das sei nun geschehen. „Wir hoffen, dass sich durch diese Reform die Situation für die rund 310 000 pflegebedürftigen Menschen in Hessen verbessern wird und sie sowie ihre Angehörigen tatsächlich die Hilfe und Entlastung in ihrem Alltag bekommen, die sie brauchen“, so der Landesvorsitzende Weimann.

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