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Gießen: Bouffier sprach nicht bei Burschen

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Von: Pitt von Bebenburg

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Der hessische Regierungschef musste eine Rede absagen. Seine Staatskanzlei findet die Burschenschaft aber nicht problematisch

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).
Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). © dpa

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wollte eine Rede zum 170-jährigen Bestehen der Gießener Burschenschaft Germania halten. Das hat sein Staatskanzleichef Axel Wintermeyer (CDU) am Dienstag im hessischen Landtag auf eine Frage des Linken-Fraktionsvorsitzenden Jan Schalauske berichtet.

Regierungspräsident Ullrich sprang ein

Aufgrund einer „Terminkollision“ habe Bouffier jedoch nicht kommen können. Stattdessen habe der Gießener Regierungspräsident Christoph Ullrich eine Festrede gehalten, schilderte Wintermeyer.

Der Linke Schalauske machte deutlich, dass er die Burschenschaft für problematisch hält. Sie habe durch die Mitgliedschaft des ehemaligen Bundesvorsitzenden der Republikaner, Rolf Schlierer, und durch „die langjährige Zusammenarbeit mit extrem rechten Burschenschaften wie der Dresdensia Rugia Gießen mehrfach öffentliche Kritik erfahren“, sagte Schalauske.

Staatskanzlei hält Germania für unproblematisch

Wintermeyer verwies hingegen darauf, dass die Burschenschaft Germania in Gießen bereits 2010 aus dem als extrem rechts geltenden Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ ausgetreten sei. Der hessische Verfassungsschutz habe berichtet, dass die Germania in Gießen für sie kein Beobachtungsobjekt sei und auch keine Bezüge zu Beobachtungsobjekten bekannt seien. Beobachtet werden Organisationen, wenn Extremismusverdacht besteht.

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