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Rad.und Fußverkehr in der Frankfurter Innenstadt. Foto: Peter Jülich
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Rad.und Fußverkehr in der Frankfurter Innenstadt.

Hessen

Fußverkehr in Hessen: Keine Konkurrenz mehr zum Radverkehr

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Wir beantworten Fragen zur Bedeutung des Zufußgehen in Hessen. Und dazu, wie es gefördert wird.

Wie oft und mit welchen Verkehrsmitteln sind die Hessinnen und Hessen unterwegs?

85 Prozent der Menschen sind täglich mobil, 59 Prozent der Männer und 56 Prozent der Frauen mit dem Auto. Die höchste Quote erreichen die Städte, allen voran Frankfurt. Das Zufußgehen ist mit 24 Prozent etwas stärker verbreitet als in anderen Flächenländern. In Frankfurt erreicht der Fußverkehr einen Anteil von 32 Prozent. Die Zahlen sind nicht mehr ganz frisch. Sie stammen aus einer Untersuchung des Bundesverkehrsministeriums aus dem Jahr 2017. Es sind die aktuellsten.

Hat sich durch die Corona-Pandemie etwas geändert?

Während der Pandemie ist der Anteil des Fußverkehrs am sogenannten Modal Split in Hessen von 24 auf 30 Prozent gestiegen. In den Großstädten lägen wir sogar bei rund 40 Prozent, sagte Katalin Saary im Juli im FR-Interview. Sie ist Inhaberin des Büros Mobilitätslösungen in Darmstadt und im Vorstand des Fußgängervereins Fuß e.V.

Wo besteht Nachholbedarf?

Die größten Probleme haben nach Beobachtung Saarys die Kinder. Schon eine den Gehsteig blockierende Mülltonne auf dem Schulweg kann ein unüberwindbareres Hindernis darstellen. Es gibt nicht nur immer mehr Autos, sondern diese sind auch immer größer und höher. Kleinere Menschen werden dadurch schlechter sichtbar.

Stehen Radverkehr und Fußverkehr in Konkurrenz zueinander?

Auch wenn man im Stadtverkehr manchmal nicht den Eindruck hat: Das ist Vergangenheit. Seit Jahren kooperieren in Hessen der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) und der Verein Fuß e.V. Was sie vereint, ist das Ziel, dem Autoverkehr mehr Platz abzuringen. Mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) bilden sie den Kern des Bündnisses, das derzeit einen „Volksentscheid Verkehrswende“ auf Landesebene vorbereitet. Einige der Initiator:innen arbeiten mit in der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität des hessischen Verkehrsministeriums.

Was ist die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität?

Die vor fünf Jahren ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft soll Städte und Landkreise dabei unterstützen, den Anteil des Fuß- und Radverkehrs deutlich zu erhöhen. Sie dient als Bindeglied zwischen Kommunen, Verkehrsverbünden, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden. Im Vordergrund steht das Entwickeln von nachahmenswerten Projekten.

Wie hoch sind die Fördermittel für den Fußverkehr in Hessen?

Rad- und Fußverkehr werden unter Nahmobilität zusammengefasst und seien fachlich kaum voneinander abzugrenzen, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Zumindest bei der Infrastruktur handele es sich meist um kombinierte Rad- und Gehwege. Die Landesmittel für Nahmobilität liegen den Angaben zufolge bei 23,5 Millionen Euro pro Jahr. Hinzu kommen die Bundesmittel für den Radverkehr in Höhe von 44 Millionen Euro für die drei Jahre 2021 bis 2023.

Zusammengestellt von Jutta Rippegather

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