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Strähnen ist Profisache, aber momentan dürfen Friseure wegen der Coronapandemie nicht arbeiten.
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Strähnen ist Profisache, aber momentan dürfen Friseure wegen der Coronapandemie nicht arbeiten.

Wirtschaft

Friseure kämpfen für Öffnung

  • Kathrin Rosendorff
    vonKathrin Rosendorff
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Neun Salonbesitzer klagen gegen die aktuelle Schließung ihrer Läden. Finanzielle Hilfen vom Staat kämen nicht schnell oder nicht umfassend genug an. Gleichzeitig seien die Rücklagen vieler Friseure aufgebraucht.

Neun Salonbesitzer:innen klagen gegen die aktuelle Schließung von Friseur-Läden. Ziel der Verwaltungsklagen sei es, Lockerungen für das Friseurhandwerk und die Öffnung der Salons zu erreichen. Das teilte das Unternehmen Wild Beauty aus Seeheim-Jugenheim am Montag mit. Das Familienunternehmen von Noah Wild und seiner Schwester Mira vertreibt Haarkosmetikmarken wie John Paul Mitchell Systems. Mit knapp 100 Mitarbeitenden betreuen sie mehr als 5000 Friseursalons im deutschsprachigen Raum.

Neben der Organisation der Klagen unterstützen die Wilds das Rechtsverfahren auch finanziell. Viele Saloninhaber:innen stünden vor existenziellen Herausforderungen. Finanzielle Hilfen vom Staat kämen nicht schnell oder nicht umfassend genug an. Gleichzeitig seien die Rücklagen vieler Friseure nach den monatelangen Beschränkungen aufgebraucht. Bisher unterstützt Wild Beauty Verwaltungsklagen von neun Friseur:innen in Berlin, Bayern, Thüringen und in Hessen. Weitere Klagen würden in Baden-Württemberg, dem Saarland, in Rheinland-Pfalz und Bremen vorbereitet. „Wir plädieren für die Rückkehr zu bewährten Hygiene- und Vorsichtsregeln mit Augenmaß und die Öffnung der Friseursalons“, sagt Noah Wild. Immer mehr Haare würden nun beispielsweise in Küchen zu Hause geschnitten, ohne dass irgendwelche Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten würden. Mit jedem weiteren Tag der Schließung fördere die Politik die Schwarzarbeit und das unkontrollierte Infektionsgeschehen in privaten Haushalten, sagen Giuseppe Petrelli und Konstantin Schick, Salonbetreiber in Darmstadt und in Seeheim-Jugenheim, die zu den Klägern gehören.

Das sieht Thomas Trapp genauso. Der Friseurmeister ist im Vorstand des Landesinnungsverbands Friseurhandwerk Hessen. „Auch wir im Landesinnungsverband hatten überlegt, eine Klage einzureichen. Aber wir haben uns erst mal entschieden, die Politiker auf Bundes- und Landesebene anzuschreiben, sie um Öffnung wie unbürokratische Hilfen zu bitten.“ Die Klagen der Salonbetreiber:innen findet er gut: „Wir müssen lauter werden.“

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