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Freude aufs Zusammensein beim Jugendkirchentag in Hessen

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Von: Peter Hanack

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Jugendkirchentag 2016 in Offenbach. Da konnte man sich noch ohne Masken treffen.
Jugendkirchentag 2016 in Offenbach. Da konnte man sich noch ohne Masken treffen. © Monika Müller

Das große kirchliche Jugendfestival findet nach eine vierjährigen Corona-Zwangspause nun in Gernsheim am Rhein statt. Es geht um Klimakrise, Krieg aber auch um Party und Spaß haben.

Mehr als 4000 Besucher und Besucherinnen erwartet die evangelische Kirche zum Jugendkirchentag in Gernsheim. Nach der erzwungenen Corona-Pause ist die Vorfreude auf das Zusammentreffen und gemeinsame Feiern groß.

„Nach vier Jahren können wir endlich wieder einen echten Jugendkirchentag feiern“, sagt Conny Habermehl, die das Glaubensfestival als Projektleiterin organisiert. Zuletzt hatte sich die evangelische Kirchenjugend vor vier Jahren in Weilburg live getroffen. 2020 gab es aufgrund der Corona-Pandemie lediglich eine Onlineversion des Festivals.

„Wir können es kaum erwarten, wieder zusammen ein Fest feiern zu dürfen“, berichtet Habermehl. Der Jugendkirchentag, den die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) veranstaltet, sei in Form und Größe einzigartig in Deutschland.

Glaubensfestival

Der Jugendkirchentag findet vom 16. bis 19. Juni in Gernsheim am Rhein (Kreis Groß-Gerau) statt.

Zielgruppe sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 27 Jahren.

Veranstalter ist die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Den Jugendkirchentag gibt es sei 2002. Er findet alle zwei Jahre statt.

Tickets gibt es ab 7,50 Euro. Erhältlich sind Tages-, Zweitages- und Dauerkarten. Wer auf dem Jugendkirchentag übernachten möchte, muss sich bis 20. Mai anmelden. pgh

Weitere Informationen, Tickets und Anmeldungen unter www.jugendkirchentag.de

Unter dem Motto „Heute. Zusammen. Für Morgen“ gibt es vier Tage lang Konzerte, Workshops, Jugendgottesdienste, Spiele und Sportangebote. Insgesamt umfasst das Programm 230 Punkte. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen können in Schulen in Gernsheim oder in einem Zeltlager direkt am Rheinufer übernachten. Gefeiert, geredet und gebetet wird vom 16. bis 19. Juni, also über das lange Fronleichnamswochenende hinweg.

Das Veranstaltungsgelände liegt direkt am Rhein und rund um den kleinen Gernsheimer Hafen. Thematisch geht es unter anderem um fairen Handel, den Umgang mit sozialen Medien und natürlich um aktuelle Krisen wie den Klimawandel oder den Krieg in der Ukraine. Zum Festival gehört aber auch das gemeinsame Feiern und Spaß haben. So wird am Samstagabend ein Schiff am Rheinufer festmachen. Wenn alle Partywilligen an Bord sind, soll es ablegen, und dann könne auf dem Rhein bis weit in die Nacht hinein „abgetanzt werden“, wie Projektleiterin Habermehl ankündigt.

Kosten von 450 000 Euro

„Glaube führt Menschen zusammen“, sagte der evangelische Kirchenpräsident Volker Jung. „Wir stehen für einen weltzugewandten Glauben, für die Gestaltung der Welt.“ Es sei gerade jetzt nötig, dass Jugendliche wieder gemeinsame Erlebnisse hätten, Kontakte knüpfen und endlich wieder unbeschwert miteinander feiern könnten. Der Jugendkirchentag gebe dazu die Gelegenheit und den Raum zum Nachdenken, Reden und Glauben.

Der Jugendkirchentag kostet nach Angaben der EKHN rund 450 000 Euro. 270 000 Euro sind originäre Kirchenmittel, 150 000 Euro kommen durch Fundraising zusammen. Die Teilnehmerbeiträge bringen weitere 30 000 Euro ein. Außerdem finanziert die EKHN das Jugendkirchentagsteam mit drei Vollzeitpersonalstellen.

Siehe Interview mit Jugendkirchenpfarrer Gernot Bach-Leucht über Krieg, Krisen und Party machen

Anne, 20, aus Florstadt sagt: Bei der evangelischen Jugend habe ich die Erfahrung gemacht, dass man dort aufgenommen wird, so wie man ist. Deshalb fühle ich mich da sehr wohl. Auf den Jugendkirchentag freue ich mich, weil man da viele neue Leute kennenlernen kann. Und so unterschiedlich sie auch sind, sind sie alle aus dem gleichen Grund dabei, ihrem Glauben.
Anne, 20, aus Florstadt sagt: Bei der evangelischen Jugend habe ich die Erfahrung gemacht, dass man dort aufgenommen wird, so wie man ist. Deshalb fühle ich mich da sehr wohl. Auf den Jugendkirchentag freue ich mich, weil man da viele neue Leute kennenlernen kann. Und so unterschiedlich sie auch sind, sind sie alle aus dem gleichen Grund dabei, ihrem Glauben. © EKHN
Timo, 26, aus Trebur sagt: Kirche und mein Glaube sind etwas, woran man sich festhalten kann, gerade in Zeiten von Krisen. Es gibt einem Hoffnung, dass es wieder besser wird. Jetzt freue ich mich darauf, wieder mit vielen Menschen zusammenkommen zu können und es ausgelassen zu genießen, beisammen zu sein.
Timo, 26, aus Trebur sagt: Kirche und mein Glaube sind etwas, woran man sich festhalten kann, gerade in Zeiten von Krisen. Es gibt einem Hoffnung, dass es wieder besser wird. Jetzt freue ich mich darauf, wieder mit vielen Menschen zusammenkommen zu können und es ausgelassen zu genießen, beisammen zu sein. © EKHN

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