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Flughafen Frankfurt: Passagierflugzeuge auf dem Rollfeld und im Landeanflug. Foto: Rolf Oeser.
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Flughafen Frankfurt: Die Betreiberin Fraport mischt auch international bei Airports mit.

Hessen

Fraport: Kein Verstoß gegen Russland-Sanktionen

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
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Die Frankfurter Flughafenbetreiberin Fraport sieht sich Vorwürfen wegen möglicher Umgehung von Russland-Sanktionen ausgesetzt. Das Unternehmen weist sie zurück

Die Frankfurter Flughafenbetreiberin Fraport und ihr Aufsichtsratsvorsitzender, der Hessische Finanzminister Michael Boddenberg (CDU), haben den Verdacht zurückgewiesen, das Unternehmen habe Sanktionen gegen eine russische Staatsbank unterlaufen. Dieser Verdacht war bei der Auswertung der jüngsten „Pandora Papers“ aufgekommen.

Verbindung zur russischen Staatsbank

Fraport ist mit der russischen Staatsbank VTB an einer Holding namens Thalita Trading beteiligt, die über ein Subunternehmen (Northern Capital Gateway) den Flughafen Pulkowo in Sankt Petersburg betreibt. Gegen diese Bank hatte der Westen 2014 Sanktionen verhängt wegen der Annexion der Krim durch Russland.

Fraport teilte auf Anfrage mit, man habe seinerzeit ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Die beauftragte Kanzlei sei zu dem Schluss gekommen, „dass weder Thalita Trading noch Northern Capital Gateway unter die bestehenden EU- oder US-Sanktionen fallen“. Damit seien Geschäfte mit beiden Gesellschaften uneingeschränkt möglich.

Aufsichtsrat regelmäßig informiert

Boddenbergs Finanzministerium teilte mit, der Vorstand der Fraport berichte regelmäßig über Compliance-Themen. Im Zusammenhang mit der Betreiberkonstruktion des Petersburger Flughafens habe es dabei „keine besonderen Erkenntnisse“ gegeben.

SPD und Linke griffen das Thema im Hessischen Landtag auf. Der Linken-Finanzpolitiker Jan Schalauske sagte, Fraport rechtfertige sich, indem es Rechtsgutachten bezahle. Gerade für kleinere Unternehmen, die sich keine teuren Rechtsgutachten leisten könnten, aber durch die Sanktionen wirtschaftliche Verluste erlitten, sei das „ein Schlag ins Gesicht“. pit

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