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Fortschritte bei „NSU 2.0“-Ermittlungen

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Von: Pitt v. Bebenburg

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Datenauswertung des hessischen LKA soll Verdacht gegen festgenommenen Mann im Fall derr „NSU 2.0“-Drohschreiben erhärtet haben.

Der Verdacht, dass ein in Haft sitzender Berliner für die rassistischen Morddrohungen unter dem Kürzel „NSU 2.0“ verantwortlich ist, soll sich durch Ermittlungen erhärtet haben. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete am Donnerstag ohne Angabe von Quellen, auf beschlagnahmten Computern, Festplatten und USB-Sticks des 53-jährigen Alexander M. seien Dateien gefunden worden, die den Drohschreiben ähnelten. Die Fachleute des hessischen Landeskriminalamts hätten einen Teil der verschlüsselten Datenträger knacken können. Außerdem seien in der Wohnung des Alexander M. in Berlin Texte auf Papier gefunden worden, die den Drohschreiben glichen.

Bereits Anfang Mai, kurz nach der Festnahme des Tatverdächtigten, hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt der FR mitgeteilt, dass eine erste Auswertung der sichergestellten Datenträger den Verdacht erhärtet habe. Er sei seit 1994 immer wieder als rechtsmotivierter Straftäter in Erscheinung getreten und zuletzt 2014 rechtskräftig verurteilt worden. Zu dem aktuellen Medienbericht wollte sich die Staatsanwaltschaft am Donnerstag nicht äußern.

Der 53-jährige Deutsche soll seit 2018 insgesamt 133 beleidigende und bedrohende Schreiben an 34 Personen und 60 Institutionen in neun Bundesländern und Österreich geschickt haben. Sie waren mit „NSU 2.0“ unterzeichnet, in Anlehnung an die rechtsextreme Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“. Daten über mindestens vier der betroffenen Frauen waren von Polizeirevieren in Frankfurt, Wiesbaden, Hamburg und Berlin abgefragt worden, kurz bevor die Opfer Drohschreiben erhielten. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft vermutet, dass der Täter diese Daten telefonisch erlangt hat, indem er sich als Polizist ausgab.

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