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Flughafenstudie: Teures Versprechen

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Von: Jutta Rippegather

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Wenn beispielsweise am Frankfurter Flughafen das Bodenpersonal fehlt, um die Passagiere rechtzeitig in die Maschine an den Zielort zu kriegen, entscheidet sich die Airline, ohne die Passagiere zu fliegen.
Flughafen Frankfurt © Boris Roessler/dpa

1,8 Millionen Euro. Das Geld wäre besser in Bildung geflossen. Der Kommentar.

Es gibt Versprechungen, da steht der Aufwand nicht im Verhältnis zum Ertrag. Das im Mediationsverfahren verabredete Sozialmonitoring ist ein Beispiel dafür. Eine Beruhigungspille für die Ausbaugegner. Gut gemeint, aber nicht umsetzbar. Es ist unmöglich den Flughafen Frankfurt als Solitär zu betrachten. Ihn herauszulösen aus den vielen anderen Einflussfaktoren auf die Sozialstruktur einer Region von sage und schreibe 112 Kommunen. Jede Stadt, jedes Viertel hat eine eigene Geschichte. In Frankfurt gibt es Lärmecken und andere, wo kaum ein Triebwerk zu hören ist. Für diese Erkenntnis ist keine sechsjährige wissenschaftliche Studie notwendig, die einen alten Stand abbildet.

Die Frage ist auch, welche Konsequenzen folgen würden, wenn es zu einem negativen Ergebnis gekommen wäre. Mit Sicherheit keine, die den Betrieb des Flughafens in irgendeiner Form einschränken würde.

An der Qualität der Studie besteht kein Zweifel. Wohl aber daran, ob sie wirklich notwendig war. Warum hat keiner früher die Notbremse gezogen? 1,8 Millionen Euro sind viel Geld. Das hätte das Land sinnvoller einsetzen können. Etwa in noch mehr Angebote für Kinder, deren Lesefähigkeit wegen des Fluglärms hinterher hinkt. Eine Erkenntnis aus der Norah-Studie, beauftragt vom Umwelt- und Nachbarschaftshaus. Solche Untersuchung brauchen wir mehr. Nicht opulente Aufgabenstellungen, bei denen am Ende nichts Konkretes herauskommt.

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