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Das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau will rund 240 Unternehmen anschreiben, die Zahl der Dienstflüge zu reduzieren. Foto: Michael Schick
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Das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau will rund 240 Unternehmen anschreiben, die Zahl der Dienstflüge zu reduzieren.

Verkehr

Flughafenausbaugegner in Rhein-Main starten Kampagne für weniger Dienstflüge

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Das Bündnis der Bürgeriniativen klärt Unternehmen über Vorteile der Reise per Bahn auf. Die Landesregierung setzte auf die Kooperation von Bahn und Airlines.

Eine Offensive für umweltfreundliche Dienstreisen hat das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau (BBI) gestartet. Rund 240 Unternehmen und Institutionen im Rhein-Main-Gebiet werden in diesen Tagen Post erhalten, in denen das BBI die Vorzüge herausstellt. „In jeglicher Hinsicht ist ein Wechsel vom Verkehrsträger Flugzeug auf die Bahn ein Gewinn für alle Beteiligten“, heißt es in dem Schreiben, dem ein Faktenblatt mit Rechenbeispielen für die Reise von Frankfurt nach Hamburg, Berlin und München beiliegt.

Mit dem Thema Kurzstreckenflüge beschäftigt sich auch eine Antwort des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir (Grüne) auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Marius Weiß. „Die Landesregierung“, schreibt er, „setzt sich intensiv dafür ein, dass Flugreisende zunächst attraktivere Alternativen zu Inlandsflügen angeboten werden können.“ Das Kooperationsprojekt „Lufthansa Express Rail“ von Lufthansa und Deutscher Bahn werde kontinuierlich ausgebaut. Es soll Zubringerflüge ersetzen.

Um die geht es dem BBI aber nur bedingt. Die Dachorganisation der 80 Bürgerinitiativen hat Unternehmen und Institutionen im Blick, deren Beschäftigte Dienstreisen innerhalb Deutschlands, aber auch nach Amsterdam, Brüssel, Paris oder Zürich mit dem Flugzeug abwickeln. Nach der Pandemie würden deren Umfang und Anzahl nach einschlägigen Äußerungen aus der Wirtschaft deutlich geringer. „Damit rücken die Kosten- und Zeitargumente noch stärker in den Fokus“, heißt es in dem Schreiben. Ein weiteres Argument sei die Belastung für Umwelt und Bevölkerung. „Im Zuge der Nachhaltigkeitsdiskussion werden auch die Aspekte des Ausstoßes des Klima schädigenden CO2 und von Schadstoffen wie (Ultra-)Feinstaub und Stickoxiden sowie der Lärmbelastung immer wichtiger.“

Am Ende bittet das BBI die Adressatinnen und Adressaten um Informationen, wie sie ihre Dienstreisen künftig organisieren würden: „In der vorgesehenen Analyse der Antworten werden wir den Namen Ihres Unternehmens beziehungsweise Ihrer Institution nur dann veröffentlichen, wenn Sie uns ausdrücklich dazu ermächtigen.“

Mit der Kampagne nimmt das BBI einen neuen Anlauf für ein Thema, dass die Szene seit Jahren beschäftigt. Wie aus einer aktuellen Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht, könnte knapp die Hälfte (42,4 Prozent) aller Inlandsflüge sofort durch Bahnfahrten unter vier Stunden Fahrzeit ersetzt werden. Bei einer Fahrtdauer bis sechs Stunden sind es sogar 95,4 Prozent der Inlandsflüge. Auch 4,4 Prozent der Ziele innereuropäischer Kurzstreckenflüge sind binnen vier Stunden mit der Bahn erreichbar, 11,7 Prozent sind es in einer Fahrzeit von unter sechs Stunden. Die Zahlen beziehen sich auf das Vor-Corona-Jahr 2019.

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