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Kommunen und Firmen wollen Glasfaserausbau in Rhein-Main beschleunigen. (Symbolbild)
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Kommunen und Firmen wollen Glasfaserausbau in Rhein-Main beschleunigen. (Symbolbild)

Internet

Flotter in die digitale Zukunft

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Kommunen und Firmen wollen Glasfaserausbau in Rhein-Main beschleunigen.

Langsames Internet ist nicht allein ein Problem in der hessischen Provinz. Selbst der Großstadtmensch in Frankfurt, Offenbach oder auch Wiesbaden braucht oft sehr viel Geduld, bis sich die gewünschte Seite auf dem Rechner aufgebaut hat.

Das will die „Gigabitregion Frankfurt/Rhein-Main“ ändern. Ende des Jahres könnten die Arbeiter das erste Mal anrücken. Spätestens 2025 sind alle Gewerbegebiete und die Hälfte der Haushalte in den beteiligten Kommunen und Landkreisen mit einem Glasfaser-Internetzugang erschlossen. Fünf Jahre später soll dies sogar für 90 Prozent aller Haushalte gelten. So das Ziel des Projekts, für das am Donnerstag beim Regionalverband in Frankfurt der Startschuss fiel. „Wir werden alles daransetzen, um Frankfurt/Rhein-Main mit Highspeed flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen und in die digitale Zukunft zu beamen“, sagte Verbandsdirektor Thomas Horn (SPD), Initiator des Vorhabens und Aufsichtsratsvorsitzer der für dafür gegründeten Gesellschaft mit drei Partnerunternehmen.

Anders als Strom oder Wasser ist Internet nicht Teil der Daseinsvorsorge. Die Unternehmen investieren deshalb nur, wenn es sich für sie wirtschaftlich rentiert. Sie werden einzig aktiv, wenn sich genug Interessenten finden. Das führt dazu, dass ein ganzer Ort, manchmal sogar nur einzelne Straßen vom Glasfaserausbau abgeschnitten bleibt.

Die an den Projekt beteiligten Kommunen wollen die Firmen bei der Werbung unterstützen. Auch ist eine zweite Umfragerunde vorgesehen, wenn das Ergebnis der ersten zu mager ausfällt. Die neu gegründete Gesellschaft erstellt eine Prioritätenliste, wo es zuerst losgehen soll. Kriterien sind nicht alleine eine besonders miese Internetverbindung. Interessant sind auch geplante Neubaugebiete oder Straßen, die aus anderen Gründen demnächst geöffnet werden müssen. Sich mit dem Glasfaserausbau dort anzuhängen spart Geld und Zeit. Denn: „Beschleunigung und Kosteneffizienz sind der Schlüssel“, sagte Verbandsdirektor Horn. „Beides können wir nur durch Ausbausynergien, die Digitalisierung von Genehmigungsverfahren und den Einsatz alternativer Verlegemethoden erreichen.“

Hessens Digitalministerin, Kristina Sinemus (CDU) begrüßte bei der Auftaktveranstaltung das „größte Glasfaserprojekt in der Geschichte Hessens“. In neun Jahren würde rund die Hälfte aller Haushalte im Land glasfaserbasierten Internetzugang erhalten. Die Landesregierung konzentriere sich derzeit auf den zügigen Ausbau der digitalen Netze für Schulen, Wirtschaft und ländlichen Raum. Die Gigabitregion Frankfurt/Rhein-Main wiederum adressiere den marktgetriebenen Glasfaserausbau. „Somit profitiert zugleich der ländliche Raum, für den so ein höherer Anteil an Fördermitteln zur Verfügung steht.“

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