Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

KOMMENTAR

Flexible Arbeitsmodelle

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
    schließen

Zwangverpflichtung ist das falsche Mittel gegen den Ärztemnagel

Im Vergleich zu nicht wenigen anderen Bundesländern steht Hessen bei der Versorgung mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten noch recht gut da. Doch das Netz bekommt seit Jahren immer mehr Löcher. Nicht nur in wenig besiedelten ländlichen Gebieten. Auch in manchen Ecken der Großstädte, in denen die weniger betuchten Menschen wohnen, werden die Wege länger. In Frankfurt klagen Eltern immer wieder darüber, dass sie keinen Kinderarzt oder keine Kinderärztin finden.

Die Probleme werden in absehbarer Zeit wachsen. Die Ärzteschaft ist überaltert. 70 Prozent der Studierenden sind weiblich. Und auch ihre Kommilitonen legen Wert auf eine bessere Work-Live-Balance. Das Modell des immer verfügbaren Doktors hat schon lange ausgedient.

Die Quote ist der falsche Ansatz, um das Problem des Ärztemangels zu lösen. Welche 20-Jährige kennt ihre persönliche Situation in 15 Jahren? Mehr Studienplätze sind definitiv die bessere Lösung. Aber auch sie werden das Netz nicht reparieren. Hessen braucht ein gutes Konzept, um den Umbruch in der ambulanten Versorgung zu begleiten und zu fördern. Genossenschaften, bei den Kommunen angestellte Ärztinnen und Ärzte, Zentren – es gibt viele gute Ansätze. Die gehören ausgebaut. Der Nachwuchs ist gewiss eher mit flexiblen Arbeitsmodellen zu locken als mit einer zehnjährigen Zwangsverpflichtung wie bei der Bundeswehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare