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Landtag

Feuerwehr in Hessen kannnicht üben

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Die SPD sorgt sich um die Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Hessen und kritisiert den Innenminister. Der weist die Kritik von sich.

In der vergangenen Woche riss Hessens Feuerwehrleuten der Geduldsfaden: Nachdem ihr Landesverband seit Wochen erfolglos auf sofortige Impfmöglichkeiten gedrängt hatte, protestierten sie vor dem Landtag. Bei Einsätzen arbeiten sie neben Rettungssanitäter:innen, die schon längst durchgeimpft sind.

Doch auch innerhalb der Profession gibt es Unterschiede. Während die Berufslöscher ihre Lehrgänge weiter besuchen können, müssen die ehrenamtlichen Kräfte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 35 auf das praktische Training mit Atemschutzgerät oder Funk verzichten. Viele könnten seit mehr als einem Jahr nicht mehr üben. „Das ist ein echtes Problem“, sagt Tobias Eckert, Abgeordneter der SPD, am Donnerstag im Landtag. Verantwortlich für das „faktische Verbot aller Lehrgänge auf Kommunal- und Kreisebene“ sei Innenminister Peter Beuth (CDU).

„Unsinn“, erwidert der Minister. Es gebe kein Sicherheitsproblem, und es seien die Bürgermeister:innen, die die Übungen aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht wollten. Ehrenamtliche aus einem Landkreis einer solchen Infektionsgefahr auszusetzen sei zudem wenig sinnvoll. Außerdem schaffe dies in den Unterrichtsräumen mehr Platz, damit die Berufsfeuerwehrleute mit Abstand lernen könnten. Die dürften aus Gründen des „Dienstrechts“ nämlich nicht mit ihren Schulungen aussetzen.

Die Koalition stärkt dem Minister den Rücken. Grünen-Sprecher Markus Hofmann sagt, dass alle Teile der Bevölkerung von Corona betroffen sind. Mit E-Learning und Videokonferenzen kämen die freiwilligen Löscher zurecht. Um die Übungen vor Ort zu sichern, habe das Ministerium jetzt 600 000 Antigentests zur Verfügung gestellt, ergänzt Uwe Serke von der CDU.

Das komme reichlich spät, kontert FDP-Sprecher Stefan Müller. Wochenlang habe Beuth die Feuerwehrleute „im Regen stehen lassen“. E-Learning sei für bestimmte Bereiche gut, habe aber seine Grenzen. In die gleiche Kerbe schlägt Hermann Schaus von der Linksfraktion. Onlinekurse für den Umgang mit Atemschutzgerät - das könne er sich nur schwer vorstellen. Nach mehr als einem Jahr Pandemie habe Beuth immer noch kein Konzept, wie die Ehrenamtlichen ihr Training absolvieren könnten.

Am Freitag hatte die Landesregierung bekannt gegeben, dass die Priorisierungsgruppe 3 sich jetzt anmelden kann. Dazu gehören außer den 60- bis 69-Jährigen auch Vertreter:innen systemrelevanter Berufe. Zum Beispiel:.Feuerwehrleute.

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