Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der frühere Landesvorsitzende Rolf Kahnt.
+
Der frühere AfD-Landesvorsitzende Rolf Kahnt.

Hessen

Ärger in der AfD: Ex-Vorsitzender Kahnt verlässt die Partei

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
    schließen

Landtags-Alterspräsident Kahnt zieht nach dem Fraktionsausschluss Konsequenzen und verlässt die AfD. Zum Abschied findet er deutliche Worte.

Wiesbaden - Nach einem längeren innerparteilichem Zwist kommt der Schritt nicht unerwartet: Der Landtagsabgeordnete Rolf Kahnt hat seinen Austritt aus der AfD erklärt. Der rechtsextreme „Flügel“ der AfD, der formell aufgelöst ist, habe „im Hintergrund nach wie vor das Heft des Handelns in der Hand“, erläuterte der 76-jährige Politiker seinen Schritt.

Das oft bemühte angeblich „bürgerlich-konservative“ Profil sei angesichts realer Mehrheitsverhältnisse innerhalb der AfD „nicht mehr als ein Feigenblatt“.

Rolf Kahnt spielte früher in der hessischen AfD eine wichtige Rolle. Von 2015 bis 2017 amtierte er als einer ihrer Landesvorsitzenden. Nach dem Einzug in den Landtag hatte Kahnt das Privileg, als Alterspräsident die Legislaturperiode des Parlaments zu eröffnen.

AfD-Mehrheit für Ausschluss von Kahnt

Danach aber begannen die internen Zwistigkeiten. Über Monate hinweg führten Fraktionsmitglieder Buch über angebliches Fehlverhalten der eigenen Abgeordneten Kahnt und Rainer Rahn. Im Oktober vergangenen Jahres wurde über Ausschlussanträge gegen beide abgestimmt.

Zwölf der 18 Fraktionsmitglieder votierten für Kahnts Rauswurf. Rahn konnte bleiben, da mit elf Jastimmen die Zweidrittelmehrheit denkbar knapp verfehlt wurde.

AfD-Landesprecher: Nicht die Partei habe sich radikalisiert, sondern Kahnt

Kahnt klagt gegen seinen Ausschluss vor dem Bundesverfassungsgericht. Dieses Verfahren wolle er trotz seines Parteiaustritts fortführen, um die Verfassungswidrigkeit des Fraktionsausschlusses feststellen zu lassen, teilte er mit.

AfD-Landessprecher Robert Lambro nannte Kahnts Parteiaustritt eine „logische Konsequenz“. Nicht die hessische AfD habe sich radikalisiert, sondern Kahnt „in seinem Wunsch, in Reaktion auf die Ablehnung durch die Altparteien, gesellschaftlich gemocht zu werden“ (Pitt v. Bebenburg)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare