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Sorgt immer wieder für Diskussionen: Der Wolf. Foto: dpa
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Sorgt immer wieder für Diskussionen: Der Wolf.

Hessen

Entschädigung für Wolfsrisse in Hessen

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Umweltausschuss des Hessischen Landtags debattiert über die Hilfe für Halterinnen und Halter von Tieren. Auch der Abschuss von Wölfen ist ein Thema

Wenn Wölfe Ziegen oder Schafe reißen, werden die Halterinnen oder Halter entschädigt. Oppositionsfraktionen im Hessischen Landtag sprechen sich dafür aus, dass solche Entschädigungen auch gezahlt werden, wenn andere Nutztiere den Wölfen zum Opfer fallen, etwa Rinder, Pferde oder Alpacas.

„Wir halten es für notwendig, dass bei Wolfsrissen vollumfänglich entschädigt wird“, betonte der SPD-Abgeordnete Heinz Lotz am Mittwoch im Umweltausschuss des Landtags. Die Wolfsbeauftragte des Landes, Susanne Jokisch, erklärte, Ziegen und Schafe seien zwar unter den Weidetieren am stärksten betroffen. Den größten Teil der Nahrungsgrundlage von Wölfen mache aber Schalenwild aus.

Wölfe in Hessen

Vier Wölfinnen sind in Hessen sesshaft. Zwei Rüden bewegen sich in Gebieten, in denen zwei dieser Wölfinnen leben, nämlich im Rheingau-Taunus-Kreis und nördlich von Bad Hersfeld. Daher ist es möglich, dass es bald Wolfsnachwuchs in Hessen gibt.

Seit 2019 wurden 20 Wölfe und Wölfinnen gesichtet. Die meisten waren in andere Gebiete unterwegs. Neun kamen bei Unfällen ums Leben. pit

Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) betonte, solche Entschädigungen könnten nur gezahlt werden, wenn die Weiden durchgehend mit Elektrozäunen gesichert seien. Die FDP-Abgeordnete Wiebke Knell sagte, Besitzerinnen und Besitzer von Rindern oder Pferden warteten auch darauf, „dass sie mit in die Weidetierprämie aufgenommen werden“. Die Landesregierung hatte diese Prämie 2020 eingeführt, weil Tierhalterinnen und -halter einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl leisteten und nicht vom Verkauf von Wolle und Fleisch leben könnten.

Auch der Grünen-Abgeordnete und Landwirt Hans-Jürgen Müller sagte: „Ich würde mir wünschen, dass Rinderhalter einbezogen werden.“ Hier setze man aber insbesondere auf die europäische Agrarpolitik.

Unstrittig war im Umweltausschuss, dass es notwendig sein kann, Wölfe zu erschießen. In einem Antrag von CDU und Grünen hieß es: „Für auffällige Tiere, die zu einer Gefahr für Menschen zu werden drohen oder die durch atypisches Verhalten trotz erweiterter und geförderter Herdenschutzmaßnahmen ernste Schäden verursachen, müssen die Möglichkeiten der Entnahme genutzt werden, wenn zuvor zumutbare Alternativen ausgeschöpft worden sind.“

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