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Ende des Booms bei der Fliegerei

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Von: Jutta Rippegather

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Rhein-Main ist derzeit mehr als früher ein Ferienflughafen.
Rhein-Main ist derzeit mehr als früher ein Ferienflughafen. © ROLF OESER

Frankfurt braucht keine drei Terminals. Der Kommentar.

Jetzt ist es raus: Fraport geht davon aus, dass für zusätzliche Kapazitäten in absehbarer Zeit kein Bedarf besteht. Der Konzern will das alte Terminal erst mal vom Netz nehmen, wenn das schöne neue in vier Jahren eröffnet.

Aus Sicht des Managements mag das die richtige Entscheidung sein. Warum drei Terminals aufhalten, wenn es mit zweien auch funktioniert? Doch dann sollte es auch ehrlich sein. Dazu stehen, dass das sture Festhalten an der Ausbaustrategie ein Irrtum war. Im Moment deutet es eher darauf hin, dass der Blick auf die gesellschaftlichen Realitäten verloren gegangen ist.

Nein, wir befinden uns nicht mehr in den Boomjahren mit Billigflügen, in denen ein Passagierrekord den nächsten jagt. Klimawandel, Rezession, Energiekrise, ein geändertes Umweltbewusstsein: Es ist fraglich, ob Frankfurt in absehbarer Zeit die 701 000 Flugbewegungen pro Jahr erreicht, mit denen der Bau der Landebahn Nordwest und des Teminals 3 begründet wurde. Projekte, denen im naturarmen Ballungsgebiet unzählige alte Bäume zum Opfer fielen, die in den heißen Sommermonaten fehlen.

Oder ist die Geschichte von der Terminal-Modernisierung tatsächlich vorgeschoben? Will die Konzernspitze vertuschen, dass sie selbst nicht mehr an ein Comeback auf Vorkrisenniveau glaubt? Viel Geld versenkt hat. Dann hätte der BUND Recht mit seiner Prognose, dass Terminal 2 nie wieder in Betrieb geht.

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