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Nach dem Test in die Schule? Oder ganz zuhause bleiben? Unter Eltern wird um den richtigen Weg gestritten.
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Nach dem Test in die Schule? Oder ganz zuhause bleiben? Unter Eltern wird um den richtigen Weg gestritten.

Protest

Eltern für und gegen Schulschließungen in Hessen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Die Stimmung wirkt aufgeheizt, die Forderungen der Initiativen stehen sich frontal entgegen.

Das ewige Hin und Her um Schulöffnungen und -schließungen bringt Eltern immer mehr in Rage. Gleich mehrere Initiativen haben sich zum (teilweisen) Beginn des Unterrichts nach Ende der hessischen Osterferien am Montag zu Wort gemeldet. Ihre Forderungen könnten unterschiedlicher kaum sein.

Besonders plakativ fällt der Protest vor der Hessischen Staatskanzlei, dem Sitz von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), in Wiesbaden aus. Dort stehen Hunderte von Kerzen. Diese sollen an die vielen Toten erinnern, die die Corona-Pandemie schon gefordert hat. Die Aktion wird auf Twitter unter dem Hashtag #einkerzen beworben.

TEilweise geöffnet

Die Jahrgangsstufen 1 bis 6 erhalten weiterhin Wechselunterricht. Geplant war eine Rückkehr zum (eingeschränkten) Regelunterricht.

Ab Jahrgangsstufe 7 gilt in Hessen Distanzunterricht. Diese Klassen sollten eigentlich nach den Osterferien in den Wechselunterricht gehen.

Lediglich die Abschlussklassen sowie die Q2 der gymnasialen Oberstufe erhalten Präsenzunterricht.

Ab einer Inzidenz von 200 (gemäß der Bundesnotzbremse künftig 165) sollen Schulen schließen. Das ist bereits in mehreren Landkreisen der Fall. pgh

Verbunden damit ist die Forderung, Büros, Schulen und Kindertagesstätten zu schließen, weil die Inzidenzzahlen zu hoch seien. „Euer Zögern kostet täglich Menschenleben!“, heißt es auf einem braunen Pappschild, das bei den Kerzen hängt.

In eine ganz andere Richtung weist der Aufruf mehrerer Elterninitiativen zu einer Protestwoche vor Hessischen Kultusministerium, ebenfalls in Wiesbaden. „Kein Lockdown für Kinderrechte“ lautet das Motto dieser Aktion. Protestiert werden soll in dieser Woche jeden Tag von 16.30 bis 18 Uhr. Forderungen sind eine Öffnung von Schulen und Kitas, freiwillige statt verpflichtende Tests sowie offene Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Kinder und Jugendliche seien durch Schulschließungen, das weitgehende Verbot von Sport und Einschränkungen der Sozialkontakte besonders betroffen. Das erträgliche Maß sei überschritten, argumentieren die Elterninitiaven aus dem Rhein-Main-Gebiet. So müsse es Präsenzunterricht wenigstens in eingeschränktem Umfang für alle Schülerinnen und Schüler geben. Man nehme die Pandemie ernst, automatische Schulschließungen aber ab einer bestimmten Inzidenz, wie in der Novelle des Bundesinfektionsschutzgesetzes („Bundesnotbremse“) vorgesehen, seien unverhältnismäßig.

In einem offenen Brief an die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten mahnt die „Initiative Familien“, Schulen und Kitas geöffnet zu lassen. „Die Solidarität, die wir Kindern seit Monaten abverlangen, geht auf Kosten ihrer Bildungs- und Entwicklungschancen, ihrer psychischen Gesundheit und ihrer körperlichen Unversehrtheit“, heißt es in dem Schreiben, das von zahlreichen Ärzt:innen und anderen Fachleuten unterzeichnet ist.

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