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Programm

Ein Hessisches Sozialforum wie noch nie

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Corona-Pandemie prägt die Organisation und die Debatte beim 15. Hessischen Sozialforum. Kirchen, Gewerkschaften und soziale Initiativen richten am Samstag Forderungen an Hessens Kommunen.

Die Bilder sind nicht alt, aber sie erscheinen wie aus einer anderen Zeit. Vor knapp zwei Jahren, im Mai 2019, standen Hunderte auf dem sonnenüberfluteten Frankfurter Paulsplatz, um sich für Menschen in Not starkzumachen. Für Menschen, die unter Wohnungsnot leiden, unter Diskriminierung, unter Armut.

Das 14. Hessische Sozialforum hatte damals seine Aktivitäten teilweise vom Haus am Dom auf den Paulsplatz verlegt, um stärker in die Öffentlichkeit zu wirken. Am Samstag, 30. Januar, 11 Uhr, folgt nun das 15. Hessische Sozialforum unter völlig anderen Vorzeichen. Die Corona-Pandemie hat das Land verändert. Diejenigen, die mitdiskutieren wollen, können sich nur online zuschalten, statt selber vor Ort dabei zu sein. Und die Menschen, denen es seinerzeit schon schlecht ging, leiden in der Pandemie noch stärker – finanziell und sozial.

Ablauf

„Zukunft für Alle! gerecht – ökologisch – sozial“ lautet der Titel des 15. Hessisches Sozialforum. Es beginnt am Samstag, 30. Januar, um 11 Uhr im Haus am Dom.

Publikum ist wegen der Corona-Beschränkungen vor Ort nicht zugelassen, aber online willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Gestreamt wird das Sozialforum unter: www.youtube.com/hausamdom

Beteiligen können sich die Online-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer über den Youtube-Chat.

Dieser Ablauf ist geplant: 11 Uhr Begrüßung durch Moderator Thomas Wagner vom Haus am Dom 11.10 Uhr Präsentation der kommunalpolitischen Forderungen 11.20 Uhr Nina Treu (Politikwissenschaftlerin) spricht über „Zukunft für Alle! – Zukunftsszenarien in ein sozialökologisch gerechtes Hessen!“ 11.40 Uhr Talkrunde zu „Klima-Verkehr-Umwelt“ 12.20 Uhr Video-Clip von Konstantin Wecker 12.25 Uhr Professor Gerhard Trabert spricht über „Gesundheit-Wohnen-Soziales“ 12.45 Uhr Talkrunde über „Gesundheit-Wohnen-Soziales 13.15 Uhr Video-Clip von Konstantin Wecker 13.20 Uhr Präsentation der Chat- und Mailanregungen zu den kommunalpolitischen Forderungen 13.30 Uhr Ende des Forums. pit

Bewusst haben die Organisatorinnen und Organisatoren von Kirchen, Gewerkschaften, sozialen Initiativen und Wohlfahrtsverbänden, die hinter dem Sozialforum stehen, einen Zeitpunkt sechs Wochen vor den hessischen Kommunalwahlen ausgesucht.

Am Ende der Veranstaltung sollen Forderungen zu den Wahlen stehen, für die vorab eine Vorlage erarbeitet wurde. „Die Corona-Pandemie hat das Ausmaß der Armut in den Kommunen sichtbar gemacht und die Situation vieler Menschen weiter verschlechtert“, heißt es darin. Die Kommunen müssten trotz finanzieller Schwierigkeiten das Sozialbudget und die soziale Infrastruktur sichern. Durch die Pandemie verursachte Ausfälle und Mehrkosten in den Bereichen Soziales, Kultur und Bildung müssten „vollständig aufgefangen werden“, fordern die Organisationen gemeinsam.

Das Hessische Sozialforum war 2004 entstanden, aus Protest gegen Sozialkürzungen der hessischen CDU-Landesregierung von Roland Koch. Es war eine Zeit, in der sich weltweit solche Bewegungen formierten – etwa beim ersten Weltsozialforum 2001 in Porto Alegre oder dem ersten Europäischen Sozialforum 2002 in Florenz.

Im Mai 2019 sprach erstmals in der Geschichte des Hessischen Sozialforums ein Landesminister ein Grußwort, Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. Der Grünen-Politiker versicherte, er wolle für gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen. Es gehe darum, „dass alle Menschen die gleiche Chance auf Teilhabe in unserer Gesellschaft haben“ und dass es keine Diskriminierung gebe, betonte Klose.

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