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Ein Anfang ist gemacht

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Auch wenn die Anzahl der Impfdosen, die der Wetteraukreis an Arztpraxen liefert, noch überschaubar ist, zeigt das Vorgehen doch wie es funktionieren kann.

So muss es laufen. So geht es voran. Wenn genug Impfstoff vorhanden ist, muss er schnellstmöglich in die Oberarme. Pfeif auf die Bürokratie. Es geht um Menschenleben.

Der Wetteraukreis traut sich was. Statt abzuwarten, bis der Amtsschimmel wiehert, beliefert er die ersten Hausarztpraxen mit Serum. Die Mengen sind nicht gerade üppig. Doch der Anfang ist gemacht. Denn es gibt eine erhebliche Zahl von alten und kranken Menschen, die darauf gewartet haben, dass der Arzt oder die Ärztin ihres langjährigen Vertrauens sie impft. Der vertraute Weg in die Praxis um die Ecke ist noch zu schaffen – das Kilometer entfernte anonyme Impfzentrum keine Option.

Das Impfen in den Hausarztpraxen ist hoffentlich der Anfang vom Ende der Pandemie. Wenn die dann endlich flächendeckend loslegen können, sind die Dämme gebrochen. Sie können das wesentlich günstiger als die Impfzentren. Mit ihnen gibt es kein Desaster beim Terminmanagement. Und auch keinen Impfstoff, der womöglich liegen bleibt, weil sich auf die Schnelle keine offiziell Berechtigten finden. Impfen heißt das Gebot der Stunde. Nicht Erbsenzählen.

Noch ist die Priorisierung angebracht. Noch trauen sich viele alte und kranke Menschen aus Furcht vor der Ansteckung nicht nach draußen. Noch ist Impfstoff Mangelware. Doch schon bald könnte sich die Situation drehen. Dann muss ganz schnell Schluss sein mit der Staffelung nach Alter, Beruf, Gesundheitszustand. Möglichst schnell sollte dann jede:r das Angebot erhalten. Zum Glück haben wir motivierte Hausärzt:innen und Betriebsärzt:innen, die dann anpacken.

Jetzt müssen aber erst mal schleunigst die 57 000 Menschen geimpft werden, die seit Januar auf einen Hausarzttermin warten. Dass die aus Datenschutzgründen erst jetzt versorgt werden können, ist ein weiteres Armutszeugnis für ein Innenministerium, das sich bei der Organisation der Impfung wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert.

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