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Nancy Faeser führt die SPD in Hessen und die SPD-Fraktion im Wiesbadener Landtag.
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Nancy Faeser führt die SPD in Hessen und die SPD-Fraktion im Wiesbadener Landtag.

Hessen

Drohbrief mit „NSU 2.0“-Unterschrift an Hessens SPD-Chefin Faeser

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Nach der rechtsextremen Drohung gegen die hessische SPD-Vorsitzende Nancy Faeser erklärt die Bundes-SPD ihre Solidarität. Kanzlerkandidat Olaf Scholz betont: „Wir alle lassen uns nicht einschüchtern“

Die hessische SPD-Vorsitzende Nancy Faeser erfährt breite Unterstützung in ihrem Kampf gegen Rechtsextremismus. Faeser teilte am Wochenende mit, dass sie in der vorigen Woche einen Drohbrief erhalten habe, der am Freitag von einem Mitarbeiter in ihrem Wahlkreisbüro geöffnet worden sei.

Er habe ein weißes Pulver enthalten und ein Schreiben, das mit „NSU 2.0“ unterzeichnet gewesen sei. Das Pulver stellte sich als ungefährlich heraus, der Staatsschutz ermittelt. Faeser sagte, sie werde sich „niemals einschüchtern lassen und weiter entschlossen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus kämpfen“.*

Drohbrief mit „NSU 2.0“-Unterschrift: SPD-Vorsitzende verspricht Nancy Faeser „wir stehen an Deiner Seite“

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz schrieb auf Twitter: „Schon wieder ein Brief von NSU 2.0, trotz Festnahme. Das ist besorgniserregend. Aber wir alle lassen uns nicht einschüchtern. Unseren Rückhalt hast Du, liebe @NancyFaeser.“

SPD-Bundeschefin Saskia Essen bedankte sich bei Faeser, „dass Du so aufrecht stehst gegen die Rechten“. Sie fügte hinzu: „Wir stehen an Deiner Seite, und wir lassen uns nicht einschüchtern und lassen uns nicht beirren!“ Auch zahlreiche hessische Politikerinnen und Politiker erklärten ihre Solidarität.

„NSU 2.0“-Brief an Nancy Faeser: Schreiben in „einschüchterndem und drohendem Ton“

Faeser sagte der Frankfurter Rundschau, das Schreiben sei in einem „einschüchternden und drohenden Ton“ verfasst worden. Es habe aber keine persönlichen Daten enthalten.

Mit der Unterschrift bezieht sich der Schreiber auf die Serie von rechtsextremen Drohbriefen, die seit 2018 an prominente Frauen gingen und ebenfalls mit „NSU 2.0“ unterzeichnet waren – ein Bezug zu der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU).

Anfang Mai war der 53-jährige Deutsche Alexander M. in Berlin festgenommen worden, der als dringend tatverdächtig gilt. Die Behörden gehen bisher davon aus, dass er alleine gehandelt hat. Unklar ist dabei allerdings, wie er an die persönlichen Daten mehrerer bedrohter Frauen gelangen konnte. Solche Daten wurden auf Polizeirevieren abgefragt, auch in Hessen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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