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Deutschlandticket: Nur ein erster Schritt

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Von: Jutta Rippegather

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Bund und Länder haben sich nach monatelangem Ringen auf die Finanzierung des Angebots geeinigt.
Bund und Länder hatten sich nach monatelangem Ringen auf die Finanzierung des Angebots geeinigt. © Christoph Soeder/dpa

Perfekt ist das Vorhaben nicht. Doch scheitern keine Option. Der Kommentar.

Es wäre zu schön gewesen. Das neue Jahr beginnt mit einem attraktiven Monatsticket – deutschlandweit gültig zu einem Preis, der sich nach weniger Fahrten lohnt. Doch leider macht es sich die Politik zu leicht, wenn sie Gutes tun will, ohne dafür ausreichend tief in die Kasse zu greifen. Nein, es ist nicht vertretbar, dass die Verkehrsverbünde am Ende auf den Einnahmeausfällen sitzen bleiben. Denn das sind die Kommunen, die stark betroffen sind von den steigenden Energiepreisen. Bund und Länder feiern sich für das Deutschlandticket, der Bürgermeister muss das Aus für das Hallenbad verkünden. Das ist unfair.

Zudem empfiehlt sich, die Erwartungen nicht zu hoch zu hängen. Ein zweites Neun-Euro-Ticket wird es nicht geben. Wer nur selten unterwegs ist, für den oder die könnten sich Angebote wie Hessenticket oder die Gruppenkarte als günstiger erweisen. Die Flatrate-Angebote für Senior:innen, Schüler:innen oder Landesbedienstete werden weiter existieren. Der Tarifdschungel bleibt und die je nach Verbund unterschiedlichen Mitnahmeregeln fürs Fahrrad und den Hund auch. Trotzdem muss es schnellstmöglich losgehen. Und weitere Schritte müssen folgen, um die Klimaziele zu erreichen. Beim Verkehr herrscht ein riesiger Nachholbedarf.

Scheitern ist keine Option.

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