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Ein Arzt bereitet eine Corona-Impfung vor.
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Ein Arzt bereitet eine Corona-Impfung vor. 

Kommentar

Das Virus wird unterschätzt

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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In Tippelschritten bewegen wir uns auf die Impfquote von 70 Prozent zu – hoffentlich. Ein Kommentar.

Mal nach Italien geschaut? Fast 80 Prozent aller Menschen über zwölf Jahren sind dort geimpft. Bis Mitte Oktober will die Staatsspitze mit 90 Prozent praktisch die Herdenimmunität erreichen. Auf dem Stiefel im Süden der europäischen Landkarte hat das Virus kein Dolce Vita mehr. Und wir? Wir nähern uns in Trippelschritten der 70-Prozent-Marke. Hoffentlich.

Italien hat den Green-Pass auf die Arbeitswelt ausgeweitet – die 3G-Regel für alle, die in Büros oder an den Werkbänken zusammenkommen. Das ist fair, weil sich auch Geimpfte infizieren können. Und das Virus nach Hause tragen zu den Kindern oder Kranken, die sich nicht impfen lassen können.

Der grüne Pass ist der eine Grund für die hohe Impfquote in Italien. Der andere sind die Bilder aus Bergamo, die dem Volk schmerzlich die Gefährlichkeit von Sars-CoV-2 vor Augen geführt haben.

Überlastete Krankenhäuser, Militärfahrzeuge, die als Leichentransporter dienten: Deutschland war gewarnt. „Kein zweites Bergamo“ lautete der Auftrag der Politik. Und es gelang tatsächlich, bisher relativ glimpflich durch die Pandemie zu kommen. Unter anderem mussten die Kliniken planbare Eingriffe aussetzen. Aus Sorge um eine Infektion mieden viele zudem selbst den Gang zum Arzt oder der Ärztin.

Die Folgen dieser aufgeschobenen Behandlungen oder späten Krebsdiagnosen werden erst später absehbar sein. Sie dürfen aber nicht vergessen werden, wenn eines Tages Corona-Bilanz gezogen wird.

Dank weiterer harter, gelegentlich übertriebener Einschnitte ist die Gesundheitsversorgung nicht kollabiert. Auch dies schlägt sich nieder in der Impfquote: Zu viele unterschätzen das Virus.

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