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Gastbeitrag

Das bunte und inklusive Hessen des Jahres 2035

Von Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hessen.

Mieten sind erschwinglich. Die meisten Wohnungen gehören Kommunen oder gemeinnützigen Trägern. Ob sie in der Großstadt oder auf dem Dorf leben, entscheiden die Hess:innen nach persönlichem Gusto. Denn dank umfassender Digitalisierung können viele mobil arbeiten. Busse und Bahnen fahren kostenlos rund um die Uhr überall hin. Inklusive, generationenübergreifende Wohnformen liegen im Trend, auch betreute Senior:innen-WGs.

Fachkräfte gibt es in der Altenpflege und im gesamten sozialen Bereich genug. Viele Beschäftigte aus der Hotelbranche und der Automobilindustrie haben hier neue, sinnstiftende Aufgaben gefunden. Zudem hat Hessen Ende 2020 großzügig Geflüchtete aus den Elendslagern in Griechenland aufgenommen. Anstatt sie wie zuvor in Gemeinschaftsunterkünften zu isolieren, wurden sie individuell begleitet und unbürokratisch in den Arbeitsmarkt integriert. Der demografische Wandel ist gebremst, alle Kinder und Jugendlichen werden in Kitas und Schulen in kleinen inklusiven Gruppen optimal gefördert. Demokratische Wertevermittlung steht auf dem Stundenplan ganz oben.

Früher war Pilot:in ein Traumjob. Jetzt wollen viele Erzieher:innen, Teilhabeassistent:in für Menschen mit Behinderung oder Sozialarbeiter:in werden. Diese systemrelevanten Berufe werden wertgeschätzt und locken mit einer weit überdurchschnittlichen Bezahlung, einer 30-Stunden-Woche und flexiblen Lebensarbeitszeitkonten.

Gedruckte Zeitungen gibt es nicht mehr, die FR hat mit ihrem neuen Multimedia-Auftritt viele neue Leser:innen gewonnen.

So weit meine Vision von einem bunten und inklusiven Hessen im Jahr 2035. Sie ist realistisch, wenn Politik die Corona-Pandemie als gesellschaftlichen Kipppunkt erkennt und auf Bundes- und Landesebene grundlegend umdenkt.

Um den sozialen Ausgleich zu schaffen, muss an erster Stelle übermäßiger Reichtum hoch besteuert werden. Was aus Hessen wird, wenn die Politik die derzeitige Krise nicht als Chance für radikale Veränderungen nutzt? Das möchte ich mir lieber nicht ausmalen.

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