Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Im Oktober schützte die Polizei die Arbeiten.
+
Im Oktober schützte die Polizei die Arbeiten.

Hessen

Dannenröder Wald: Vorwurf der illegalen Rodungen für die A49

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
    schließen

Für den Ausbau der A 49 sollen im Dannenröder Wald noch mehr Bäume fallen. Los ging es ohne Genehmigung, sagt das Aktionsbündnis „Keine A49“.

  • Im Dannenröder und Maulbacher Wald werden widerrechtlich Bäume gerodet.
  • Das Aktionsbündnis „Keine A49“ legt Beschwerde ein, Rodungen werden gestoppt.
  • Der Bau eines Fundaments für einen nicht genehmigten Strommast wird ebenfalls gestoppt.

Wurden beim Ausbau der Autobahn 49 rund 1,2 Hektar Wald illegal gerodet? Die Linke im Land sagt Ja und wirft Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) vor, sich nicht darum zu kümmern. Nein, heißt aus dessen Ministerium. Es stimme nicht, dass mehr Bäume gefällt worden seien als erlaubt: „Es wurde nichts gerodet, was außerhalb des Panfeststellungsbeschlusses liegt“, versichert Sprecherin Franziska Richter der Frankfurter Rundschau.

Nach der Räumung im Dannenröder Wald verfolgen Naturschützer:innen Bauarbeiten mit Skepsis

Auch nach der Räumung des Protestcamps Anfang Dezember verfolgen Naturschützerinnen und Ausbaugegner, was im Dannenröder und Maulbacher Wald in Homberg/Ohm vor sich geht. Die Skepsis gegenüber den Akteuren ist groß. Vor allem gegen die Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH), die im Auftrag des Bundes die Trasse baut.

Die Deges hatte laut Richter einen Antrag auf Planänderung eingereicht hatte, um auf 1,2 Hektar zwei weitere Strommasten und einen zusätzlichen Seitenstreifen einzurichten. Die beim Wirtschaftsministerium angesiedelte Planfeststellungsbehörde habe keine Notwendigkeit gesehen und abgelehnt, so die Sprecherin weiter. Bei einer Ortsbegehung Mitte Februar entdeckten von Anwohnern alarmierte Behördenvertreter dann, dass trotzdem Fundamentarbeiten für die Masten stattfanden. „Wir haben einen Baustopp verfügt.“ Illegale Rodungen seien nicht festgestellt worden.

Im Dannenröder Wald wurden widerrechtlich Bäume gefällt

Das stellt Barbara Schlemmer anders da. Rund 20 Bäume seien widerrechtlich gefallen, bevor Beobachter:innen vor Ort die Behörden in Wiesbaden hätten informieren können. Diese hätten dann weitere Arbeiten untersagt, berichtet die Sprecherin von „Aktionsbündnis Keine A49!“. Die Initiative habe jetzt einen Anwalt mit einer Anzeige und einer Dienstaufsichtsbeschwerde beauftragt.

Eigentlich ein Unding, sagt Schlemmer. „Wir finden es äußerst irritierend, dass ein Bund-Länder-Unternehmen mittels Beobachtung durch die Bevölkerung und Einschaltung von Behörden und Rechtsanwälten zu rechtsstaatlichem Verhalten gezwungen werden muss.“

„Ökologisch verträglichste technische Variante mit dem geringstmöglichen Eingriff in die Natur“ gesucht

Die Deges hat pünktlich zum Ende der Fällperiode am 1. März die gerodeten Trassenflächen an die A 49-Autobahngesellschaft übergeben.

Wegen der „Verlegung einer Starkstromleitung im Maulbacher Wald“ befinde sie sich noch in Abstimmung mit den Behörden, teilte sie mit. Gesucht werde „die ökologisch verträglichste technische Variante mit dem geringstmöglichen Eingriff in die Natur“. Nach einer Genehmigung der „voraussichtlich notwendigen Fällarbeiten“ könnten die Rodungen frühestens im Oktober beginnen. (Jutta Rippegather)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare