Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das SEK der Polizei holte unter anderem einen Aktivisten von einer Brücke über die Autobahn 5 am Flughafen herunter. dpa
+
Das SEK der Polizei holte unter anderem einen Aktivisten von einer Brücke über die Autobahn 5 am Flughafen herunter. dpa

Hessen

Dannenröder Forst: Anklage wegen Abseilaktion

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
    schließen

Der Widerstand gegen A49 hat ein juristisches Nachspiel. Und das Klimacamp in Dannenrod beginnt.

Ein halbes Jahr nach den Abseilaktionen von Umweltaktivistinnen und -aktivisten von Autobahnbrücken wegen des umstrittenen Weiterbaus der Autobahn 49 sind diese wegen Nötigung angeklagt worden. Wegen der verschiedenen Tatorte im Rhein-Main-Gebiet seien mehrere Gerichte für die Prozesse gegen die rund zehn Angeklagten zuständig, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Donnerstag.

Die Ermittlungsverfahren gegen weitere Umweltaktivist:innen wegen Beihilfe wurden mangels ausreichendem Tatverdacht eingestellt. Die Gegner:innen des umstrittenen Weiterbaus der Autobahn 49 in Mittelhessen - dafür waren Bäume unter anderem im Dannenröder Forst gefallen - hatten im vergangenen Herbst mit ihren Aktionen Autofahrer:innen und Polizei in Atem gehalten. Sie seilten sich während des Berufsverkehrs von Brücken der Autobahnen 3, 5 und 661 ab, es kam zu Vollsperrungen und langen Staus. Vorausgegangen war eine große Polizeiaktion im Herbst, bei der die Polizei Baumhäuser und Barrikaden räumte.

Der Widerstand ging jedoch weiter. Am heutigen Freitag, 9. April, beginnt das neuntägige „Klimacamp im Danni“. Auf dem Programm stehen Workshops, Vorträge und sogenannte Skillshares, die eine Aktivistin im Gespräch mit der FR so definiert: „Wer etwas kann oder glaubt etwas zu können, kann es an die anderen weitergeben.“ Willkommen sei jeder, aus Datenschutzgründen gebe es keine Anmeldeliste. Deshalb habe man keine Idee, wie viele Leute kommen.

Klimacamp

Vom 9. bis 18. April dreht sich am Dannenröder Wald in Homberg/Ohm alles um Themen rund um ein Umdenken in der Gesellschaft. Der Schwerpunkt liegt auf den Themen Mobilität und Verkehrswende liegen.

Ziel ist eine bessere Vernetzung der Klimagerechtigkeitsbewegung. jur

wald-statt-asphalt.net

Die Frau gehört zum Organisationsteam des Klimacamps am Rande des Dannenröder Forsts in Homberg/Ohm. Bis zum 18. April dauert das Treffen der wohl überwiegend jungen Leute, die vor allem aus dem Bundesgebiet nach Mittelhessen kommen, um ihre Erfahrungen im Protest gegen Klimazerstörung auszutauschen - ob im Hambacher Forst, im Bahnhofswald bei Flensburg oder der Grünen Lunge in Frankfurt. „Es werden immer mehr“, sagt die Aktivistin, die im Herbst nach der Räumung ihres Bauhauses im Dannenröder Forst ins Zeltcamp am Ortsrand umzog.

Der Organisationsaufwand für die legale, angemeldete Versammlung ist wegen der Pandemie hoch. Es gebe ein ausgefeiltes Hygienekonzept, das mit den zuständigen Behörden erarbeitet wurde, erzählt die Aktivistin. „Mit Einbahnstraßen, extra Waschbecken und Toiletten.“ Ein Corona-Schnelltest vor der Anreise ist erwünscht. Die Leute sollen in festen Gruppen unter sich bleiben. Ein großes gemeinsames Fest steht deshalb nicht auf dem Programm.

Dieser Tage habe sich außerdem ein Verein gebildet, der die Traditionsgaststätte Jakob in Dannenrod zum Klima-Zentrum ausbauen will, sagt sie im Gespräch mit der FR.

Seit den Protesten gegen die Rodung des Waldes dient das Gebäude als Hörsaal, als Arbeitsplatz und als Rückzugsort. Die „Küche für Alle“ (KüfA) nutzt bis heute die dortige Infrastruktur. Das dortige Team wird auch die Teilnehmenden des Klima-Camps verköstigen.

mit dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare