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Baumstümpfe stehen nach dem Ende der Rodungen auf der A49-Trasse in der Schneise im Dannenröder Forst in Mittelhessen.
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Baumstümpfe stehen nach dem Ende der Rodungen auf der A49-Trasse in der Schneise im Dannenröder Forst in Mittelhessen.

A49

Dannenröder Wald: Rodung spaltet die Generationen - und die Geschlechter

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Jüngere lehnen die Rodung im Dannenröder Wald in Mittelhessen mehrheitlich ab, Ältere befürworten sie. Und wie stehen die Parteien in Hessen da?

  • Die Rodung im Dannenröder Wald ist beendet.
  • Doch die Proteste um den Bau der A49 gehen weiter.
  • Dabei ist die Bevölkerung in ihrer Haltung gespalten.

Dannenrod - Die Schneise durch den Dannenröder Forst ist geschlagen, um eine Autobahn hindurch bauen zu können. Am Dienstag wurde die Rodung in Mittelhessen beendet, doch der Meinungsstreit darüber geht weiter. Dabei haben Jüngere und Ältere sehr unterschiedliche Ansichten, ob der Wald für die Verlängerung der A 49 fallen durfte.

Dannenröder Forst: Mehrheit der Jungen lehnt Rodung ab

Das geht aus dem aktuellen „Hessentrend“ hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Umfrage unter 1003 Hessinnen und Hessen, die repräsentativ ist, wurde von Infratest dimap für den Hessischen Rundfunk erstellt.

Danach hält es eine deutliche Mehrheit der 18- bis 39-Jährigen für falsch, dass die Bäume für den Straßenbau gefällt wurden. 56 Prozent dieser jüngeren Erwachsenen vertreten diese Meinung, 38 Prozent befürworten die Rodung.

Bei den Älteren ist es umgekehrt. Menschen über 40 Jahren erachten das Fällen der Bäume für den Straßenbau zu 58 Prozent für richtig. Da die Älteren in der Überzahl sind, dominieren in der gesamten Bevölkerung die Befürworter:innen des Autobahnbaus mit 53 zu 39 Prozent. Die Planung der Autobahn hatte vor weit mehr als 40 Jahren begonnen.

Dannenröder Forst: Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Deutliche Unterschiede in der Bewertung gibt es auch zwischen Frauen und Männern. Unter den Männern sind die Befürworter der Rodung mit 62 Prozent klar in der Mehrheit, bei den Frauen stehen dagegen nur 44 Prozent dahinter. Auch die politische Einstellung spielt eine Rolle: Anhänger:innen von CDU, SPD, FDP und AfD sind mit klarer Mehrheit für den Autobahnbau, die von Linken und Grünen ebenso deutlich dagegen. Dabei hält aber trotzdem ein Drittel der Grünen-Wähler:innen das Projekt für richtig.

Der hessische Verkehrsminister Al-Wazir von den Grünen hatte argumentiert, dass er verpflichtet sei, den vom Bundestag beschlossenen Bau umzusetzen – obwohl seine Partei immer dagegen gewesen sei. Diese Haltung begrüßen zwei Drittel der Hessinnen und Hessen, auch eine Mehrheit unter den Grünen-Anhänger:innen.

Schwarz-grüne Koalition in Hessen mit stabilder Mehrheit

Ohnehin stehen CDU und Grüne in der Umfrage gut da. Ihre schwarz-grüne Koalition hätte eine komfortable Mehrheit, wenn heute gewählt würde – in Zeiten der Corona-Pandemie vertrauen offenbar viele Menschen der Regierung. Die CDU würde mit 34 Prozent gegenüber der Landtagswahl von 2018 um sieben Punkte zulegen, die Grünen mit 22 Prozent um rund zwei Punkte. Die SPD käme auf 19 Prozent, die AfD auf 8, die FDP auf 7 und die Linke auf 5 Prozent. Im Vergleich zur vorigen Umfrage im Mai legen Grüne, SPD und Linke etwas zu, während CDU und AfD jeweils zwei Prozentpunkte verlieren.

CDU-Generalsekretär Manfred Pentz wertete das Ergebnis als „Anerkennung für das geleistete Krisenmanagement der Landesregierung“ von Ministerpräsident Volker Bouffier. Die Grünen zeigten sich „dankbar für das große Vertrauen“. Beide Regierungsparteien werteten die Umfrage als Rückenwind für die Kommunalwahl am 14. März. (Pitt von Bebenburg)

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