Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eintritt nur noch für Geimpfte und Genesene: Das gilt demnächst fast überall in Hessen. Foto: dpa
+
Eintritt nur noch für Geimpfte und Genesene: Das gilt demnächst fast überall in Hessen.

Corona-Pandemie

Corona-Regeln in Hessen: 2G gilt ab Donnerstag in Restaurants, Hotels und bei Veranstaltungen

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
    schließen

Die Corona-Fallzahlen in Hessen steigen rasant. Die Landesregierung setzt jetzt auf verschärfte Regeln, die vor allem Ungeimpften das Leben schwerer machen.

Wiesbaden – Angesichts steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus verschärft Hessen ab Mitte kommender Woche seine Maßnahmen zum Schutz gegen die Pandemie. Ab Donnerstag (25. 11.2021), gilt bis zum 23. Dezember für alle Veranstaltungen in Innenräumen sowie für Restaurants, Kultureinrichtungen und Hotels die 2G-Regel, es erhalten also nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt. Das teilte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitagabend nach einer Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts in Wiesbaden mit. Kinder unter 6 Jahren werden von dieser Regel ausgenommen, Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren können auch mit einem negativen Schnelltest eingelassen werden.

Am Arbeitsplatz soll ab dem 23. November die 3G-Regel gelten. Wer nicht geimpft oder von einer Infektion genesen ist, muss also mit einem tagesaktuellen Schnelltest nachweisen, nicht infiziert zu sein. Die 3G-Regel findet auch in Bussen und Bahnen Anwendung. In den hessischen Schulen gilt bis zu den Weihnachtsferien eine allgemeine Maskenpflicht auch während des Unterrichts, Schülerinnen und Schüler sollen zudem wie bisher dreimal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Universitäten müssen ebenfalls generell auf 3G umstellen.

Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmer:innen sind genehmigungspflichtig und müssen in Absprache mit den lokalen Gesundheitsämtern ein Hygienekonzept erstellen. In Fußballstadien könne nach Absprache mit den lokalen Behörden ein Teil der Tickets nach der 3G-Regel vergeben werden, so Bouffier.

Neue Corona-Maßnahmen in Hessen: Sonderregeln für Weihnachtsmärkte und Clubs

Für Weihnachtsmärkte gibt es keine einheitlichen Regeln, die örtlichen Behörden sollen aber auf Schutzkonzepte achten. Für Essen und Trinken in abgeschlossenen Bereichen kommt ebenfalls die 2G-Regel zur Anwendung. Für Gottesdienste gibt es wie bisher keine bindenden Vorgaben. Beim Einkauf im Supermarkt ist es weiterhin ausreichend, Mund und Nase mit einer Maske zu bedecken.

Sonderregeln hat die Landesregierung für Diskotheken, Bars und Bordelle beschlossen, in denen laut Bouffier ein besonders hohes Infektionsrisiko besteht. Hier gilt ab sofort die sogenannte 2G-Plus-Regel, also dass nur Geimpfte und Genesene eingelassen werden dürfen, die zudem einen negativen Schnelltest vorweisen können. In Hotels gibt es eine Sonderregelung für Menschen, die aus beruflichen Gründen übernachten müssen: Für sie reicht ebenfalls ein negativer Schnelltest aus.

Corona in Hessen: Ansteckung ohne Impfung „nicht mehr zu verhindern“

Volker Bouffier sagte, die neuen Regelungen seien gerade für nicht Geimpfte einschneidend, aber notwendig. Man habe eine „sehr, sehr ernste Situation“ in Hessen, so der Ministerpräsident. „Die Zahlen steigen sehr, sehr schnell“. Man müsse „alles tun, um diese Entwicklung zu bremsen“, dafür brauche es ein „deutlich erhöhtes Schutzniveau“. Die neuen Maßnahmen sollten stärker als bisher kontrolliert werden, auch unter Mithilfe der Landespolizei, sagte Bouffier. Es sei allerdings klar, dass etwa im öffentlichen Nahverkehr nur stichprobenartig kontrolliert werden könne. Zur Unterstützung der hessischen Gesundheitsämter oder beim Ausbau von Impfkapazitäten habe man auch wieder die Bundeswehr um Hilfe gebeten, so Bouffier.

Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) rief Ungeimpfte noch einmal eindrücklich dazu auf, sich gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen. „Es ist wirklich wichtig, dass Sie sich jetzt einen Ruck geben“, sagte Klose. Ansonsten sei eine Ansteckung in den kommenden Wochen „praktisch nicht mehr zu verhindern“. Klose kündigte an, die Impfkapazitäten in Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, Apotheken und Kommunen erheblich ausbauen zu wollen. Man wolle bald hessenweit 250.000 Dosen pro Woche verimpfen.

Die neuen Corona-Regelungen in Hessen setzen zum Großteil die Beschlüsse der Runde von Bund und Ländern vom vergangenen Donnerstag um. Juristisch basieren sie nach den Angaben Bouffiers zum Teil auf Landesrecht und zum Teil auf dem neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes, das Bundestag und Bundesrat in den vergangenen Tagen beschlossen hatten. Man gehe davon aus, dass dieses neue Gesetz bis Mitte kommender Woche in Kraft getreten sei, sagte Bouffier. (Hanning Voigts)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare