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Schnelltest-Start
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In dieser Woche kommen immer mehr Corona-Selbsttests für Laien in den Einzelhandel.

Antigentests

Kostenlose Corona-Schnelltests: Vorbereitungen in Hessen laufen

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Das Angebot für kostenlose Corona-Schnelltests wird ausgeweitet. Praxen und Apotheken sind in Hessen schon dabei.

  • Alle Bürger:innen sollen jetzt je einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche machen können.
  • Das soll auch in Arztpraxen und Apotheken möglich sein.
  • Für die Umsetzung sind die Gesundheitsämter der Kommunen verantwortlich.

Wiesbaden - Kostenlose Schnelltests gibt es in den Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung sowie denen der Kommunen. Zahlreiche andere Stellen kommen derzeit hinzu, teilte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Dienstagabend in Wiesbaden mit. „Wir werden zeitnah auf unserer Website eine Übersicht einstellen.“ Auch Hausärzt:innen testen ihre Patient:innen, ergänzte die Kassenärztliche Vereinigung. Es sei ratsam, dort zuvor anzurufen.

Als Starthilfe für die Kommunen stellte das Land noch für diese Woche das Material für bis zu 800.000 Tests in Aussicht. „So überbrücken wir die durch die kurzfristige Ankündigung des Bundes entstandene Phase, in der die Beauftragungen und auch entsprechende Test-Lieferketten noch nicht angelaufen sein können“, sagte der Minister. Damit wird die Chance größer, an von geschulten Kräften durchgeführte kostenlose Schnelltests zu kommen.

Testzentren bieten zu früh kostenlose Corona-Schnelltests an: Strafen drohen

Der Bund hatte angekündigt, dass sich von Montag an jeder Mensch im Land einmal wöchentlich testen lassen kann. Doch erst am Dienstag veröffentlichte das Bundesgesundheitsministerium die notwendige Testverordnung. Darauf hatte das Land Hessen gewartet. Das Umsetzen ist Sache der bei den Kommunen angesiedelten Gesundheitsämter. Sie können Dritte – etwa Apotheken, Ärztinnen und Ärzte oder Dienstleister – beauftragen. Um sie zu entlasten, hält das Ministerium für sie eine Muster-Allgemeinverfügung bereit.

Ob in Frankfurt auch kommerzielle Anbieter zum Zuge kommen, stellte Udo Gösch vom Gesundheitsamt infrage. „Wenn wir mit Ärzten, Zahnärzten und Apotheken genug Testmöglichkeiten haben, dann ist der Bedarf gedeckt“, sagte der Infektiologe. Nach FR-Informationen hatten trotzdem einige Testzentren schon am Montag und Dienstag kostenlos getestet; ihnen droht eine Strafe von bis zu 25.000 Euro. In den vergangenen Monaten habe man „sehr viel schlechte Erfahrungen“ mit den privaten Anbieter:innen gemacht, so Götsch. Einige hätten dem Gesundheitsamt positive Ergebnisse der Antigen-Schnelltests nicht übermittelt, obwohl eine Meldepflicht besteht.

Kostenlose Corona-Schnelltests: Apotheken warten auf Zulassung durch Gesundheitsämter

Für das Gesundheitsamt genießt das Angebot auch nicht oberste Priorität. „Wir können nicht alles wie aus der Pistole geschossen regeln“, sagte Gösch. Die Antigen-Schnelltests seien keine Notfallmaßnahme, es sei keine Gefahr im Verzug, wenn man sich einen Tag später testen lassen würde.

Am Dienstag hatten bereits neun Apotheken in Frankfurt Genehmigungen für die Gratis-Schnelltests erhalten. Weitere Filialen bereiten sich laut Hessischem Apothekerverband vor und warten auf die Zulassung der Ämter. „Die Herausforderung ist das Ja des jeweils zuständigen Gesundheitsamts“, sagt Katja Förster, Pressesprecherin des Verbands.

Kritik an Landesregierung wegen kostenloser Corona-Schnelltests

Kritik hagelte es von der Opposition: Im Kreis Groß-Gerau seien seit drei Wochen in vier Testcentern kostenfreie Tests möglich. Rheinland-Pfalz habe in kürzester Zeit 450 Teststellen mit Tausenden geschulten Fachkräften aufgestellt, so die Abgeordnete der Linksfraktion, Christiane Böhm. „Warum bekommt all das die Hessische Landesregierung mal wieder nicht hin?“ Daniela Sommer (SPD) sieht das Problem bei Klose: „Das ist schlechte Organisation, für die der immer wieder erstaunlich teilnahmslose Sozialminister die politische Verantwortung trägt.“ (Jutta Rippegather)

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