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Corona: Schützen waschbare Masken? Das gilt es zu beachten

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Von: Pitt von Bebenburg

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Das RKI meldet täglich die Zahlen zur Pandemie in Deutschland. (Symbolbild).
Welche Maske ist FFP2 gleichgestellt? © Nicolas Armer/dpa

Hessens Sozialministerium erläutert, welcher Schutz dem FFP2-Standard gleichgestellt ist. Auf das Kennzeichen und eine Erklärung kommt es an.

Wiesbaden – Waschbare Corona-Masken sind in etlichen Supermärkten und Drogerien zu haben. Wer sie trägt, braucht seltener einen neuen Mund-Nasen-Schutz, kann damit Müll vermeiden und Geld sparen. Herstellerfirmen werben damit, dass die Masken bis zu sechs Monate lang getragen werden könnten und zwischendurch nur mit kaltem Wasser ausgespült werden müssten. Außerdem trügen sie sich oft angenehmer als konventionelle FFP2-Masken.

Aber bieten diese waschbaren Modelle auch den gleichen Schutz wie die klassische FFP2-Maske und sind für den Besuch in Geschäften, Restaurants oder Kultureinrichtungen geeignet? Das hessische Sozialministerium hat jetzt auf Anfrage der Frankfurter Rundschau Kriterien genannt, die dafür erfüllt sein müssen.

Jede Atemschutzmaske müsse über eine „ordnungsgemäße Kennzeichnung“ verfügen, teilt das Ministerium mit, etwa eine CE-Kennzeichnung samt Kennnummer. Die CE-Kennzeichnung soll garantieren, dass Produkte den EU-weiten Anforderungen an Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz entsprechen.

Schutz gegen Corona: Konformitätserklärung bei Masken ist nötig

Außerdem müsse den betreffenden Masken eine „EU-Konformitätserklärung“ beiliegen – oder zumindest ein Hinweis, wo diese einzusehen sei. „Das kann auch vor Ort leicht überprüft werden“, befindet das Ministerium. Die Praxis muss weisen, ob das auch bei Kontrollen so gesehen wird.

Die Konformitätserklärung soll belegen, dass die waschbaren und mehrfach verwendbaren Schutzmasken den FFP2-Masken gleichgestellt, also als „Atemschutzmasken der Kategorie III“ eingestuft werden. „Der Einfluss der Waschbarkeit und mehrfachen Verwendung auf die Gesundheit und Sicherheit der Nutzer:innen muss dabei durch den Hersteller dargelegt werden“, erläutert das Sozialministerium. „Die prüfende Stelle testet dann, ob die Schutzmaske den gesetzlichen Anforderungen genügt.“ Wenn das erfolgreich verläuft, gibt es die CE-Kennzeichnung samt Kennnummer – und der Weg in Läden ist frei für diejenigen, die geprüfte waschbare Masken tragen.

Personen in Wiesbaden, die wenig Geld zur Verfügung haben, sollen FFP2-Masken kostenlos erhalten. Alle Menschen, die Sozialleistungen beziehen, können sich die Masken kostenfrei bei sozialen Einrichtungen der Stadtteile sowie in den Bürgerämtern abholen. (Pitt von Bebenburg)

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