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Die Wohnung kann in Corona-Zeiten zu eng werden.

Hessen

Corona-Studie in Hessen: Wenn die Wohnung zu eng wird

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Studie untersucht Lage der Hessinnen und Hessen in der Corona-Pandemie. Im Leben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gibt es merkliche Unterschiede

Beengte Wohnverhältnisse machen vielen Menschen mit Migrationshintergrund in der Corona-Pandemie zu schaffen. Bei einer von der hessischen Landesregierung in Auftrag gegebenen Studie stellten 28 Prozent der befragten Migrantinnen und Migranten fest: „Meine Wohnung wird mir zu eng.“

Migrantinnen und Migranten häufiger gestresst

Unter den Menschen ohne Migrationshintergrund sagten das nur 13 Prozent. Bei keinem Statement waren die Unterschiede so deutlich. Migrantinnen und Migranten fühlten sich außerdem häufiger gestresst oder einsam als Herkunftsdeutsche.

Viele geben in Corona-Zeiten weniger Geld aus

Auch beim Geld klafft die Schere auseinander. Rund zwei Drittel aller Befragten gaben an, dass sie in Corona-Zeiten weniger Geld ausgäben. Unter den Hessinnen und Hessen mit Migrationshintergrund waren es nur 58 Prozent. Sechs Prozent aller Befragten geben an, ihren Arbeitsplatz in Folge der Pandemie verloren zu haben. Bei den Menschen mit Migrationshintergrund waren es neun Prozent.

Die Erhebung wurde am Dienstag veröffentlicht. Sie basiert auf einer hessenweiten Befragung von 1011 Erwachsenen. Die Studie wurde vom Referat für Integrationsforschung im hessischen Sozialministerium erstellt.

„Wir wollten wissen, wie die Bürgerinnen und Bürger die Pandemie-Situation erleben“, kommentierte Sozialminister Kai Klose (Grüne). „Es ist wichtig, bestehende Probleme zu erkennen, zu benennen und daraus Maßnahmen abzuleiten.“

Menschen haben Angst um die Wirtschaft

Bemerkenswert ist, dass sich die Bevölkerung größte Sorgen um die deutsche Wirtschaft macht – vier von fünf Befragten tun das. Demgegenüber äußern nur 45 Prozent, Angst vor einer Corona-Erkrankung zu haben.

Befragt wurden die Menschen im Januar und Februar, als harte Einschränkungen des Alltags galten. Damals vermissten sie am häufigsten Veranstaltungen wie Familienfeiern oder Konzerte, aber auch Reisen. Das galt für Herkunftsdeutsche stärker als für Migrantinnen und Migranten.

Impfbereitschaft bei Jüngeren gering

Bei der Impfbereitschaft gab es zum damaligen Zeitpunkt deutliche Unterschiede. Frauen lehnten häufiger als Männer eine Impfung ab, Menschen mit Migrationshintergrund häufiger als Menschen Migrationshintergrund. Die drastischsten Differenzen gab es beim Alter. Während 79 Prozent der Befragten über 60 Jahren angaben, sie wollten sich impfen lassen, sagten das bei den Unter-30-Jährigen nur halb so viele.

Die gesamte Studie ist hier abrufbar: https://hessenlink.de/HMSI169

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