Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eintracht-Star Filip Kostic in der vorigen Europapokalsaison beim Eckball: Bald müssen die Kicker wieder vor leeren Rängen ran.
+
Eintracht-Star Filip Kostic in der vorigen Europapokalsaison beim Eckball: Bald müssen die Kicker wieder vor leeren Rängen ran.

Ab 28. Dezember 2021

Corona-Regeln in Hessen: Geisterspiele in der Bundesliga, Tanzverbot an Silvester

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
    schließen

Die hessische Landesregierung verschärft die Corona-Regeln. Möglicherweise folgen schon bald weitere Verschärfungen wegen Omikron.

Hessen - In Hessen gelten von 28. Dezember an neue, verschärfte Corona-Regeln. Die schwarz-grüne Landesregierung setzt damit die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz vom Dienstag um – an einer Stelle aber geht Hessen seinen eigenen Weg. Von Mittwoch, 28. Dezember, an dürfen sich in Hessen höchstens zehn Personen im öffentlichen Raum versammeln. Ausnahmen gibt es für Kinder bis einschließlich 14 Jahren. Diese werden nicht mitgezählt.

In privaten Wohnungen gilt die „dringende Empfehlung“, die Kontakte möglichst gering zu halten. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) machte am Mittwoch bei der Vorstellung der Maßnahmen klar, dass es auch weiterhin im privaten Raum der Wohnung keine staatlichen Kontrollen geben werde. „Wir setzen diesen hessischen Weg fort, mit dem wir bislang gut gefahren sind“, so Bouffier.

Corona-Regeln in Hessen: Clubs dürfen bewirten

Für Clubs und Bars gilt, dass diese grundsätzlich geöffnet bleiben dürfen. Allerdings müssen sie sich ebenfalls an die Infektionsschutzregeln halten. Demnach ist Tanzen verboten, erlaubt bleibt lediglich eine in Gaststätten übliche Bewirtung.

Eine eigene, von den in der Bund-Länder-Konferenz abweichende Regelung gilt in Hessen für die Definition von Großveranstaltungen. Während auf Bundesebene die Überregionalität der Maßstab sein soll – was vor allem auf die Fußball-Bundesligen abzielt –, gilt in Hessen alles als Großveranstaltung, wo mindestens 250 Personen zusammenkommen. Unabhängig davon, ob es sich um eine Veranstaltung drinnen oder draußen handelt.

„Wir halten es für unmöglich zu definieren, was als überregional gelten soll“, erläuterte Bouffier den Sonderweg. „Ist überregional, wenn Menschen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis nach Frankfurt kommen oder Frankfurter nach Offenbach gehen?“, fragte er rhetorisch. Sinn der Regelung sei es, größere Menschenansammlungen zu verhindern, die möglicherweise zu einem „explosionsartigen Infektionsgeschehen“ führen könnten. Dies gelte nicht nur für den Profi-Fußball, sondern müsse ebenso bei allen anderen sportlichen oder kulturellen Ereignissen berücksichtigt werden.

Corona-Regeln in Hessen: Kein Feuerwerk an Silvester

Bouffier mahnt, es sei „größte Vorsicht und größte Vorsorge“ geboten, die Corona-Variante Omikron müsse „uns sehr besorgen“. Der Ministerpräsident machte zugleich deutlich, dass schon in Kürze weitere Maßnahmen wegen Omikron folgen könnten. „Niemand weiß, wo wir in drei Wochen stehen“, sagte er. Man befinde sich in einer „Situation großer Anspannung“. Die nun getroffenen Maßnahmen sollen nach derzeitigem Stand bis einschließlich 13. Januar gelten. Für den 7. Januar ist eine weitere Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung anberaumt. Ausfallen müssen große Silvesterpartys. Auf größeren Plätzen sind Menschenansammlungen untersagt, es gilt ein Böllerverbot im öffentlichen Raum. Feuerwerkskörper dürfen auch, wie bereits im vergangenen Jahr, nicht verkauft werden.

Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) warb erneut fürs Impfen. Hessen habe in der vergangenen Woche das selbst gesteckte Ziel von 400.000 Impfungen mit 550.000 weit übertroffen.

Dass Impfen sehr eindrucksvoll wirke, belege die Lage in den Alten- und Pflegeheimen. Während dort vergangenes Jahr, als es noch keinen Impfstoff gab, rund 3800 Bewohner:innen zumeist schwer erkrankten, seien es jetzt nur 325, wobei die meisten milde Verläufe aufwiesen. Klose mahnte, alle Infektionsschutzmaßnahmen gewissenhaft zu befolgen, um sich und andere zu schützen. Die nächsten Tage seien „sehr entscheidend“.

Corona-Regeln in Hessen: Sorge um Infrastruktur

Um die kritische Infrastruktur – Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Gesundheitswesen, Verkehr, Energie- und Wasserversorgung – aufrecht erhalten zu können, sollen möglicherweise die Quarantäneregeln geändert werden, kündigten Bouffier und Klose an. Man warte dabei auf die entsprechende Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, die sehr bald kommen solle.

Es sei denkbar, dass nicht nur Kontaktpersonen von Infizierten, sondern auch Infizierte selbst weiter arbeiten sollten, statt in Quarantäne zu gehen, wenn dies gesundheitlich möglich sei. Dies solle dann bundeseinheitlich geregelt werden. (Peter Hanack)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare