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Corona in Hessen

Corona-Lockdown: Kauf beim örtlichen Einzelhandel weiterhin möglich

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Im Corona-Lockdown shoppen ist in Hessens Städten nicht möglich, aber es gibt Alternativen. Zum Teil lernt die hessische Regierung aus den Fehlern beim ersten Lockdown.

  • Nach der bundesweiten Einigung gilt ab Mittwoch (16.12.2020) auch in Hessen ein harter Lockdown.
  • Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nennt im Landtag weitere Details zum Lockdown.
  • Auch wenn Shopping ab Mittwoch nicht mehr möglich sei, gäbe es weiter Wege, an Geschenke für Weihnachten zu kommen, so Bouffier.

Wiesbaden - Die meisten Geschäfte müssen vom morgigen Mittwoch an schließen. Trotzdem ist es in Hessen weiterhin möglich, Weihnachtsgeschenke oder andere Gegenstände im örtlichen Einzelhandel zu erwerben.

Denn Läden dürfen Bestellungen entgegennehmen, etwa telefonisch oder online. Die Ware kann abgeholt oder ausgeliefert werden. Das hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag nach einer Sitzung der schwarz-grünen Landesregierung klargestellt.

Harter Corona-Lockdown in Hessen: Geschenke bestellen geht noch

„Sie können auch ab Mittwoch noch neu bestellen“, sagte Bouffier in Wiesbaden. Dagegen sei es aber nicht möglich, durch die Geschäfte zu bummeln und Geschenke auszusuchen nach dem Motto „Ich guck mal in der Stadt, was mir so einfällt“.

Am Sonntag hatte Bouffier mit den anderen Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen harten Lockdown für ganz Deutschland beschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. Bouffier appellierte an die Menschen: „Bleiben Sie zu Hause im kleinen Kreis, wann immer es irgend geht.“

Einkaufen vor dem Lockdown

Anhaltend hohe Corona-Infektionszahlen in Hessen

Grund für die Einschnitte sind die anhaltend hohen Infektionszahlen und die angespannte Situation in den Krankenhäusern. Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) sagte am Montag, rund 90 Prozent der Intensivbetten in Hessen seien belegt. Besonders angespannt sei die Situation in den Kliniken von Frankfurt und Offenbach, in Darmstadt und Südhessen sowie im Raum Gießen/Marburg.

Bouffier zeigte sich erleichtert, dass die Regelungen für die Schließungen in den Bundesländern diesmal weitgehend einheitlich ausgefallen sind. Sonst wäre nach seiner Einschätzung gerade Hessen von Pendelverkehr in andere Bundesländer oder von dort betroffen gewesen.

Notbetreuung im zweiten Lockdown offen für alle

Unterschiede gibt es allerdings bei Schulen und Kitas. Während manche anderen Länder alles dichtmachen, hält Hessen die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen offen. Bouffier bat die Eltern jedoch: „Wenn immer es geht, lasst die Kinder zu Hause.“ Anders als im Frühjahr gibt es diesmal aber keine Beschränkung, welche Berufsgruppen ein Anrecht auf die Betreuung ihrer Kinder erhalten.

Mit dem Modell, die systemrelevanten Berufe festzulegen, habe man „überhaupt keine guten Erfahrungen gemacht“, gestand Bouffier ein. Die Auswahl sei als Bewertung unter dem Motto „Wer ist wichtig?“ verstanden worden, sodass viele Berufsgruppen Druck gemacht hätten, um in die Liste aufgenommen zu werden. Diesmal wolle man grundsätzlich „denen, die keine Betreuungsmöglichkeiten haben, die Situation nicht erschweren“.

Hessen im Lockdown: Baumärkte nur für Gewerbetreibende offen

Auch an anderer Stelle habe man aus den Erfahrungen im ersten Lockdown Schlüsse gezogen, schilderte der Ministerpräsident. „Im Frühjahr haben wir die Kinderspielplätze geschlossen“, erinnerte er. „Im Nachhinein würde ich sagen, dass das nicht klug war.“ Auch Eisbahnen und ähnliche Angebote unter freiem Himmel bleiben offen. Skilifte und Eishallen dürfen dagegen nicht aufmachen.

Eine kleine Änderung gegenüber dem Frühjahr gibt es auch bei der Auswahl der Geschäfte, die schließen müssen. Baumärkte waren im ersten Lockdown offen geblieben. Diesmal dürfen sie nur noch gewerblich tätige Handwerkerinnen und Handwerker, aber nicht das breite Publikum bedienen.

Weihnachten 2020 in Hessen: Bouffier appeliert an Bevölkerung

Über Weihnachten werden die Menschen dringend gebeten, sich höchstens zu viert zu treffen. Bouffier sagte, es werde keine Verordnung und keine Kontrollen in Wohnungen geben. „Es ist einfach klug, möglichst in kleinem Kreise zu bleiben.“

Da die Zusammenkünfte an Weihnachten möglicherweise spät enden und außerdem Christmetten gefeiert werden dürfen, wird voraussichtlich auch die nächtliche Ausgangssperre in Corona-Hotspots über Weihnachten gelockert. Genaueres will Bouffier am Mittwoch mit den Spitzen der christlichen Religionsgemeinschaften besprechen. (Pitt v. Bebenburg)

Rubriklistenbild: © Christoph Boeckheler

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