Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hessen

Corona in Hessen: Land zieht sich aus Impfkampagne zurück

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
    schließen

Gesundheitsämter und Arztpraxen übernehmen die Corona-Immunisierung. Manche setzen weiter auf Impfzentren.

Am Anfang fehlte der Nachschub. Und am Ende die Menschen, die sich noch spritzen lassen wollten: Der heutige Donnerstag ist der letzte Tag der Impfzentren unter Regie des Landes Hessen. Innenminister Peter Beuth (CDU) lobte am Mittwoch den hohen Einsatz der mehr als 5000 beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zog eine positive Bilanz: Rund 4,7 Millionen Schutzimpfungen gegen das Coronavirus seien verabreicht worden. Darunter 32 858 Auffrischungsimpfungen, die Hessen seit Monatsanfang für vulnerable Gruppen anbietet.

Nach dem Einsatzbefehl des Bundes hätten die Landkreise und kreisfreien Städte innerhalb kürzester Zeit mit dem Aufbau der Einrichtungen begonnen, ohne auf Erfahrungswerte zurückgreifen zu können. Beuth erinnert an die Anfänge, als der Impfstoff knapp war und die organisatorischen Anforderungen hoch. Gerade mal 10 000 Dosen habe der Bund zum Start am 27. Dezember liefern können. „Buchungen von Impfterminen oder die Entsendung mobiler Impfteams mussten von Grund auf neu aufgesetzt werden.“ Das Chaos bei den Anmeldungen für Termine lässt er unerwähnt, und lobt das gute Zusammenspiel aller Beteiligten. „Unsere Impfzentren wurden schnell zum Stabilitätsanker für den millionenfachen Schutz vor dem Coronavirus in Hessen.“

Bilanz

Mit Biontech erfolgten mehr als 3,2 Millionen Impfungen, gefolgt von Moderna mit mehr als 800 000, Astrazeneca mit mehr als 600 000 und rund 80 000 mit dem Einmalimpfstoff von Johnson&Johnson.

Im Januar gab es lediglich 162 388 Impfungen. Der Monat mit dem Höchstwert war der Mai mit 888 644. Mit 33 987 Impfungen war der 6. Mai der Tag mit den meisten Impfungen in den Impfzentren in Hessen. jur

Dank der Einrichtungen sei es gelungen, den Kampf gegen die Pandemie erfolgreich zu gestalten. „Über die Impfzentren konnte die gerechte und strukturierte Verteilung von Impfstoff sichergestellt werden, um zunächst jene zu schützen, die bei einer Infektion mit einem besonders schweren Verlauf rechnen mussten.“ Danach hätten sie allen Hessinnen und Hessen als wohnortnahe Anlaufstellen zur Verfügung gestanden.

Zu Beginn der Kampagne hatten nur wenige Zentren geöffnet, die anderen folgten, als der Bund mehr Vakzin liefern konnte. Von Anfang an stand fest, dass der Bund sich Ende September aus der Mitfinanzierung zurückzieht. Er hat in den neun Monaten die Hälfte der Kosten übernommen, die das Land auf rund 1,8 Millionen Euro pro Impfzentrum im Monat schätzt.

Die Fortsetzung der Impfkampagne liegt nun in den Händen der Haus- und Facharztpraxen sowie des Öffentlichen Gesundheitsdiensts. Ob und inwieweit einzelne Zentren umziehen oder weiterbetrieben werden, entscheidet jede Gebietskörperschaft eigenständig. Der Main-Kinzig-Kreis etwa eröffnet an drei Orten sogenannte Impflokale, die Stadt Frankfurt ist mit ihrem Impfzentrum in das Messegelände umgezogen. Der Landkreis Gießen setzt ebenfalls auf eine zentrale Anlaufstelle. Er hat eine eigene Impfambulanz in Gießen eingerichtet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare