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Flanieren über die Zeil in Frankfurt, teils mit, teils ohne Maske.
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Flanieren über die Zeil in Frankfurt, teils mit, teils ohne Maske.

Hessen

Corona in Hessen: Handel ist für 2G, aber ohne Masken

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Das Land entscheidet neu über Corona-Regeln und Indikatoren. Es gibt eine Impfwoche und das Ende der Gratis-Tests naht.

Wie geht Hessen mit der vierten Corona-Welle in den Herbst? Die Landesregierung will am heutigen Dienstag darüber informieren. Im Vorfeld haben sich zahlreiche Betroffene positioniert. Der Handel etwa zeigt sich aufgeschlossen für eine 2G-Option, stellt aber drei Bedingungen: Sie müsse freiwillig sein, weitere Freiheiten bringen – etwa den Verzicht auf die Maskenpflicht – und flexibel umsetzbar sein, insbesondere zeitlich und räumlich.

Eine auf Inzidenzen basierenden 2G-Pflicht, wie sie der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vorgeschlagen hat, sei „realitätsfern“, urteilt Jochen Ruths, der Präsident des Handelsverbands Hessen. Die Idee, mindestens einen PCR-Test im öffentlichen Personennahverkehr vorzuhalten, „weltfremd“.

Am Montag tagte das hessische Corona-Kabinett, am Dienstag will die Landesregierung mitteilen, was an Stelle der Verordnung treten soll, die am Donnerstag ausläuft. Auszugehen ist davon, dass Hessen dem Beispiel anderer Bundesländer folgend ein 2G-Modell einführen wird. Anders als bei der aktuellen 3G-Praxis wären Getestete dann nicht mehr Geimpften und Genesenen gleichgestellt. Die Frage ist, wo und wie 2G greifen soll – ob als Pflicht oder ob Wirt:innen, Veranstalter:innen und Geschäftsleute selbst entscheiden können, welche Regeln sie anwenden. Wie die Händler:innen knüpft auch der Gastronomiebranchenverband Dehoga seine Zustimmung zu G2 an mehr Lockerungen: Abstandregeln und Maskenpflicht müssten dann entfallen.

Offen ist außerdem, wie Hessen künftig mit jenen Beschäftigten verfährt, die sich hätten impfen lassen können, das Angebot aber nicht angenommen haben. Andere Bundesländer haben beschlossen, diesen Personen künftig nicht mehr den Lohn zu ersetzen, wenn sie in Quarantäne müssen. Zuständig für die Bearbeitung der Anträge ist das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt. Nach Angaben von Pressesprecher Christoph Süß gingen in der Behörde bislang 108 425 Anträge auf Verdiensterstattung ein. Hinzu kamen 5156 Anträge wegen Ausfallzeiten aufgrund von Kinderbetreuung. Beide Bereiche laufen in der RP-Statistik als ein Posten. Der Großteil sei abschließend bearbeitet, sagte Süß der Frankfurter Rundschau am Montag. Knapp 53 Millionen Euro seien ausgezahlt worden. Bereits gestellte Anträge würden nach den alten Regeln behandelt. Mögliche Änderungen, etwa bezüglich des Impfstatus, beträfen nur die Zukunft.

Zu entscheiden hat Wiesbaden zudem, nach welchen Berechnungsgrundlagen künftig die Hospitalisierungen einfließen. Nach einem Beschluss des Bundes soll die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten in den Krankenhäusern an Stelle der Sieben-Tage-Inzidenz die Basis für Alltagsbeschränkungen sein. Welchen Schwellenwert sie wählen, bleibt den Ländern überlassen.

Unterdessen hat die bundesweite Impfwoche begonnen. Auch in Hessen werde es viele weitere niedrigschwellige Angebote gebeten, teilte Sozialminister Kai Klose (Grüne) mit. Impfen sei der schnellste Weg aus der Pandemie. „Es ist aber auch für jeden Einzelnen wichtig, um geschützt, sicher und möglichst ohne Beschränkungen durch Herbst und Winter zu kommen.“ Nicht zuletzt spare es Geld. Zum 11. Oktober läuft die Finanzierung der Gratis-Bürgertests durch den Bund aus. „Wer dann keinen Geimpft- oder Genesenstatus nachweisen kann“, sagt Klose, „muss seinen Test selbst finanzieren, um bei 3G-Regelungen ebenfalls Zugang zu haben.“

Weiterer Bericht Seite F6

Infos zur Impfaktionswoche unter www.hierwirdgeimpft.de

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