Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In der Höchster Altstadt könnte bald wieder draußen gegessen werden. rolf oeser
+
In der Höchster Altstadt könnte bald wieder draußen gegessen werden. rolf oeser

Wirtschaft

Corona in Hessen: Gastronomie begrüßt Perspektive

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
    schließen

Die Wirtschaft ist erleichtert über den Öffnungsplan. Und hofft jetzt auf klare und pragmatische Regeln

Training im Fitnessstudio ist in den Landkreisen Wetterau, Vogelsberg und Hochtaunus wieder erlaubt. Am Sonntag werden auch Darmstadt und der Kreis Darmstadt-Dieburg nicht mehr unter die Regeln der Bundesnotbremse fallen. Die nächtliche Ausgangssperre ist aufgehoben, zwei Haushalte dürfen sich treffen – egal zu wie vielen Personen. Beim Einkaufen mit Anmeldung (Click & Meet) tritt an die Stelle der Testpflicht eine -empfehlung. Die Gastronomie darf im Außenbereich Gäste mit aktuellem Negativtest bewirten.

Diese und weitere Lockerungen hat die Landesregierung am Mittwoch beschlossen. Sie gelten für Landkreise oder eine kreisfreie Stadt, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz von 100 unterschritten haben. Dann tritt die Bundesnotbremse außer Kraft. Das hessische Konzept sieht eine Öffnung in zwei Stufen vor, mit einem Abstand von zwei Wochen. Die vom Lockdown besonders stark betroffenen Branchen atmen auf.

Wo gilt was?

Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz von 100, 150 oder 165 gelten laut Bundesnotbremse jeweils unterschiedliche Regeln.

Unter 100 tritt das Öffnungskonzept des Landes in Kraft, das in zwei Stufen vorgeht.

Einen Überblick über die aktuellen Regeln in den einzelnen Kreises und Städte liefert das Hessische Sozialministerium auf seiner Website. jur

https://soziales.hessen.de/gesundheit/corona-in-hessen/wo-gelten-welche-bundes-und-landesregeln

„Endlich gibt es die langersehnten Öffnungsperspektiven für Hessens Wirtschaft“, sagt Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages. Handel, Gastronomie, Tourismus und Veranstalter begrüßten, dass die Landesregierung erstmals zeige, wie der Weg in den nächsten Wochen aussehen wird. Die hessische Wirtschaft schöpfe Zuversicht. „Die Beschlüsse geben endlich Perspektiven und schaffen ein wenig Planungssicherheit.“

Die betroffenen Unternehmen durften seit einem halben Jahr, manche noch länger, kaum auskömmlich wirtschaften. „Sie wollen und müssen endlich wieder arbeiten und aus eigener Kraft über die Runden kommen.“ Für einzelne Branchen blieben Hilfsprogramme vorerst notwendig. Die Wirtschaft zähle darauf, dass die Regeln klar, eindeutig und pragmatisch seien, sagte Flammer. „Das sollte bei der Verordnung und den Auslegungshinweisen im Vordergrund sein, damit keine neuen Hürden entstehen.“

Positiv reagierte auch Sven Rohde, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Hessen. Der Wegfall der Testpflicht in Kreisen und Städten mit niedrigen Inzidenzen sei überfällig. „Ministerpräsident Volker Bouffier erkennt damit an, dass der Handel kein Infektionstreiber ist.“ Positiv sei auch die Aussicht, dass nach zwei Wochen unter 100 keine Terminvereinbarung zum Einkaufen mehr nötig ist. „Das ist ein Schritt in Richtung Normalität, der Händlerinnen und Händler sowie Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen lange entgegengesehen haben.“

Zustimmung erntet die Landesregierung auch von der Opposition. „Es gab und gibt letztlich keine Alternative dazu, den Menschen eine Perspektive für die Rückkehr zu einem normaleren, weniger eingeschränkten Leben zu eröffnen“, kommentiert der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Günter Rudolph. Die neuen Regeln seien aber „unglaublich kompliziert“. Eine Abstimmung mit anderen Bundesländern hätte „einen Lockerungsflickenteppich“ vermieden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare