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Corona in Hessen: Auf Rücksicht angewiesen

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Von: Jutta Rippegather

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Bei längeren Öffnungszeiten steigt der Umsatz in der Regel nicht.
Maske auf bei Infektion © Marijan Murat/dpa

Die Maskenpflicht wird jetzt schon häufig ignoriert. Der Kommentar.

Eine Corona-Infektion ist demnächst kein Grund mehr, zu Hause zu bleiben. Wer keine Symptome hat, darf arbeiten, feiern, einkaufen - mit Maske, bitte schön. Juristisch ist dieser Schritt gerechtfertigt. Freiheitseinschränkungen sind ein zu scharfes Schwert in der Omikron-Phase. Im Moment gibt es keinen Grund, Infizierte tagelang einzusperren.

31 Tote pro Woche

Doch das Ende der Isolationspflicht könnte missverstanden werden. Nein, das Virus ist nicht verschwunden. Ja, innerhalb einer Woche registrierte Hessen im Zusammenhang mit Corona weitere 31 Tote, 1188 Patient:innen lagen auf den Normalstationen, 145 auf Intensiv. Ungezählte leiden an Long Covid.

Die Menschen wollen ihr altes Leben zurück. Mit hohem Risiko, wie ein Blick in den öffentlichen Nahverkehr zeigt. Die Maskenpflicht wird zunehmend ignoriert, auch mal aggressiv. Und der Schlendrian wird weiter einreißen. Wer Pech hat, landet im Bus demnächst neben einem Infizierten, für den das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ein unzumutbares Drama darstellt. Keine gute Nachricht für Menschen mit Vorerkrankungen oder jene, die sich zum Team Vorsicht zählen. Für sie fällt ein weiteres Stück Schutz weg. Sie sind noch mehr auf Vernunft und Rücksicht ihrer Mitmenschen angewiesen.

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