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Hessen

Corona in Hessen: Agressivität der Impfwilligen gegen das Personal in den Praxen nimmt zu

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Die Priorisierung ist gefallen. Doch es gibt weiter zu wenig Impfstoff. Immer mehr Menschen reagieren gereizt auf langen Wartezeiten.

Der Wegfall der Priorisierung bei der Coronaimpfung hat das Klima in den Arztpraxen verschlechtert. Knapp die Hälfte der Ärzt:innen registrierte eine veränderte Erwartungshaltung der Impfinteressierten. Sie seien „noch aggressiver und fordernder in ihrem Auftreten“, so das Ergebnis einer Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen, an der 625 Praxen teilgenommen hatten.

16 Prozent gaben an, dass die Menschen auch bei längeren Wartezeiten verständnisvoll reagieren. Mehr als ein Viertel schätzt die Situation in ihren Praxen als katastrophal ein. Die Hälfte sieht kaum Veränderungen nach der Aufhebung der Priorisierung am 7. Juni. Lediglich 22 sagten, die Impfungen sei gut zu managen.

Schuld sind laut KV-Vorstand der Mangel an Impfstoff und die unzuverlässigen Lieferungen. Immer wieder müssten Termine verschoben oder gar abgesagt werden. Das bedeute für die Praxen einen enormen zusätzlichen Aufwand. Dieser Umstand habe sich durch die fehlende Priorisierung noch einmal zugespitzt. „Wir sagen daher: Aufhebung der Impfpriorisierung ja, aber dann brauchen wir in den Praxen auch genügend und vor allem verlässlich Impfstoff“, heißt es in einer Mitteilung der Vorstandvorsitzenden Frank Dastych und Eckhard Starke. „Andernfalls werden die niedergelassenen Ärzt:innen und ihr Praxispersonal zum Prügelknaben enttäuschter Impfinteressierter, deren Erwartungshaltung durch die wegfallende Priorisierung natürlich noch einmal gewachsen ist.“ Die Politik habe die Pflicht, für ausreichend Vakzin zu sorgen und den Menschen klarzumachen, „dass eben nicht jede oder jeder sofort geimpft werden kann“.

Wie das hessische Sozialministerium am Dienstag mitteilte, wurden seit Anfang April mehr als 1,4 Millionen Impfungen von Haus- und Facharztpraxen vorgenommen, plus jene von Betriebs- und Privatärzt:innen, die am 7. Juni hinzukamen. Eine Übersicht über die Anzahl der Impfungen in den Haus- und Facharztpraxen sowie über den Stand der Erst- und Zweitimpfungen in den Landkreisen und kreisfreien Städten veröffentlicht das Ministeriums einmal pro Woche auf seiner Homepage.

https://soziales.hessen.de

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