Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hessen

Corona-Impfung: Hessen will die Rote Laterne abgeben

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
    schließen

Wir beantworten Fragen zum aktuellen Tempo und Astrazeneca für unter 60-Jährige.

Mit einer Quote von 19,6 Prozent (Stand Mittwoch) bei den Erstimpfungen trägt Hessen die Rote Laterne im Länder-Ranking des Robert-Koch-Instituts. Alles eine Frage der Perspektive, beschwichtigt das Innenministerium in Wiesbaden. Bei den Zweitimpfungen liege Hessen mit einer Quote von 7,5 Prozent über dem Durchschnitt. Und die Aufholjagd sei in vollem Gange.

Ist die vulnerable Bevölkerung komplett geschützt?

Keinesfalls. Eine Viertelmillion registrierter Berechtigter, überwiegend aus der Priorisierungsgruppe zwei, wartet noch auf einen Termin. Spätestens Ende Mai sollen sie ihre Erstimpfungen erhalten, für die meisten eigne sich Astrazeneca, lautet die Auskunft des Ministeriums. Bis Dienstag registrierte Hessen 1,23 Millionen Erstimpfungen und 459 182 Zweitimpfungen.

Warum steht Hessen im Ländervergleich bei den Erstimpfungen so schlecht da?

Weil derzeit mehr Zweitimpfungen mit Biontech stattfinden, begründet das Ministerium. Diese muss in einem Abstand zwischen drei und sechs Wochen nach der ersten Impfung erfolgen. Der Bund teile zudem die Mengen der Dosen nicht entsprechend der Bevölkerung zu. „Während das Saarland pro 100 Einwohner bisher 38,5 Impfdosen erhalten hat, wurden nach Hessen 30 Dosen geliefert.“

Wie viel Impfstoff liegt auf Lager?

Aktuell eine „Minimalreserve“ von 120 000 Impfdosen, informiert das Ministerium. Das ermögliche Flexibilität. „Bis heute mussten in Hessen daher nahezu keine Impftermine aufgrund fehlenden Impfstoffs abgesagt werden.“

Halten die Impfzentren Vakzin zurück?

Die Vorgabe des Landes ist, alles schnellstmöglich zu verimpfen. Das Land sorgt dafür, dass vereinbarte Termine mit der entsprechenden Anzahl von Impfdosen hinterlegt sind.

Was passiert mit den Dosen, die in den Impfzentren übrig bleiben?

Das Land hat die Gebietskörperschaften aufgefordert sicherzustellen, dass kein Impfstoff wegen zu langer Lagerung verfällt.

Wie kommt die Öffnung der 60- bis 69-Jährigen für die Impfung mit Astrazeneca an?

Mehr als 10 000 Menschen haben seit dem Wochenende das Angebot genutzt. In den nächsten zwei Wochen sollen weitere Zehntausende folgen. Bedingung ist, dass die zuständigen Impfzentren ihre Kapazitäten weiter erhöhen und alle vom Land bereitgestellten Dosen auch für das Terminierungsverfahren freigeben, sagt das Ministerium.

Immer mehr Bundesländer geben Astrazeneca auch für unter 60-Jährige frei. Was macht Hessen?

Die Landesregierung folgt der bundesweit geltenden Impfverordnung sowie den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Astrazeneca wird deshalb in den Impfzentren nur an Personen vergeben, die mindestens 60 Jahre alt sind. Die niedergelassenen Ärzt:innen sind nach Auskunft des Ministeriums flexibler: „Auf Wunsch des Impfberechtigten und nach Prüfung des Impfarztes können auch jetzt schon unter 60-Jährige mit Astrazeneca geimpft werden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare