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Corona

Corona-Impfstoff aus Hessen

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Das Biontech-Werk in Marburg legt los. Die Abfüllung erfolgt in Belgien.

Vor einer Woche erteilte die europäische Arzneimittelbehörde EMA die offizielle Zulassung für das Werk. In diesen Tagen sollen die ersten Impfstoffe das Gelände in Marburg verlassen: 250 Millionen Impfdosen will Biontech dort noch in diesem Halbjahr produzieren. Bei Volllast wären jährlich bis zu einer Milliarde möglich. Das Werk in Mittelhessen soll eine der größten Produktionsstätten von mRNA-Impfstoffen in Europa werden. „Das ist ein sehr gutes Signal und macht große Hoffnung“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in einer Videoschalte mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Sierk Poetting, Finanzvorstand und Geschäftsführer des Mainzer Unternehmens.

Nach Spahns Angaben hat Biontech bislang drei Viertel der in Deutschland verimpften Mengen geliefert. Von den bundesweit bislang 13,8 Millionen verabreichten Dosen stammten 10,3 Millionen von der Mainzer Firma, weitere rund 40 Millionen würden im zweiten Quartal erwartet.

In Rekordzeit sei es gelungen, das einstige Werk des Pharmaherstellers Novartis so umzubauen, dass es an den Start gehen konnte, sagte Poetting. Die Genehmigungsbehörden hätten ungewöhnlich flott gearbeitet. Das notwendige Know-how sei in der Region zu finden; von den rund 400 Beschäftigten hätten viele zuvor bei Novartis gearbeitet. Die Hälfte sei direkt in der Produktion tätig – Tag und Nacht, an sieben Tagen in der Woche.

Der eigentliche Herstellungsprozess dauere nur eine Woche. Was Zeit fresse, sei die unverzichtbare Qualitätssicherung. Wie der Biontech-Geschäftsführer weiter ausführte, ist das Marburger Werk technisch in der Lage, innerhalb von sechs Wochen den Impfstoff an neue Mutationen anzupassen.

Im November hatte Biontech die Betriebsstätte übernommen und umgerüstet. Vor rund zwei Monaten lief die Produktion an. Abgefüllt und etikettiert wird in Marburg allerdings nicht, das übernimmt das Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Geht alles nach Plan, könnte in der zweiten Aprilhälfte das erste Vakzin aus hessischer Herstellung verimpft werden, sagte Bouffier.

Der Produktionsbeginn in Marburg sei ein „wichtiger Meilenstein“ auf dem Weg durch die Pandemie, urteilte Spahn. Er markiere „einen Startpunkt für die gesamte Republik als Impfstoff-Hub“. Das Wissen über Produktion und Anpassen an die Mutationen sei „ein wichtiger Standortvorteil“.

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