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Hessen

Trotz Corona: Schulen in Hessen bleiben offen, Präsenzpflicht entfällt

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
    schließen

Die Schulen in Hessen bleiben trotz Kritik offen, die Präsenzpflicht entfällt. Läden könnten in einer Woche schließen müssen. SPD fordert Recht auf Außer-Haus-Verkauf.

  • Die Schulen in Hessen bleiben trotz Corona offen.
  • Die hessische Landesregierung lehnt Wechselunterricht und vorzeitige Ferien ab.
  • Volker Bouffier strebt einen bundesweit einheitlichen Lockdown an.

Update von Sonntag, 13.12.2020, 16.54 Uhr: Die Schulen und Kitas in Hessen bleiben zwar offen, die Präsenzpflicht hingegen entfällt. Das heißt für Eltern, die ihre Kinder während der Corona-Pandemie nicht zuhause betreuen können, dass sie ihre Kinder auch weiterhin in die Schule bzw. die Kindertagesstätte schicken können. Die Regelung schließt alle Schulformen und Jahrgangsstufen ein.

Trotz Corona: Schulen in Hessen bleiben offen, Geschäfte vor Schließung

Erstmeldung von Freitag, 11.12.2020, 18.36 Uhr: Wiesbaden - Trotz der stark steigenden Corona-Infektionszahlen will Hessen die Schulen offenhalten – anders als der Freistaat Sachsen, der die Schulen von Montag an schließt. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) legte sich am Freitag im Landtag fest: „Wir werden die Schulen nicht zumachen.“ Wenn man kein Chaos anrichten wolle, sei ein Vorlauf nötig. Am Freitag gingen die Schülerinnen und Schüler aber ohnehin in die Ferien. Sie sollen bis zum 10. Januar dauern.

Die SPD befürchtet, dass trotz Bouffiers Ansage immer mehr Schulen schließen oder Klassen nach Hause geschickt werden müssen, weil es Corona-Fälle gibt. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Nancy Faeser mahnte zum wiederholten Mal man müsse unbedingt prüfen, „ob sich erneute Schulschließungen durch die Einführung von Wechselunterricht vermeiden ließen“.

Corona in Hessen: Die Schulen bleiben offen. (Symbolbild)

CDU-Minister schließt Wechselunterricht an hessischen Schulen trotz Corona aus

Wechselunterricht bedeutet, dass jeweils nur die Hälfte der Schülerinnen und Schüler Präsenzunterricht hat, während die andere Hälfte von zu Hause teilnimmt, entweder digital zugeschaltet oder mit Hausaufgaben.

Am Donnerstag hatte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) bekräftigt, dass er keine landesweiten Regelungen für Wechselunterricht erlassen wolle. Allerdings hätten Schulen in allen Corona-Hotspots, wo die Inzidenz über 200 Fällen pro 100 000 Einwohnen gelegen habe, den Wechselunterricht praktiziert.

Bouffier stimmte Hessen auf eine erneute Schließung der Geschäfte ein. Beim nächsten Treffen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin, das für das Wochenende erwartet wird, sei zu entscheiden: „Wann schließen wir?“

Harter Lockdown in Hessen steht bevor: Geschäfte sollen wegen Corona schließen

Aus seiner Sicht kämen für den Beginn eines harten Lockdowns „entweder nächstes Wochenende oder nach den Weihnachtsferien“ infrage, also der 20. oder 27. Dezember. Zu klären sei außerdem, wie lange die Einschnitte dauern sollten. Hierfür seien der 10. und der 15. Januar im Gespräch.

Bouffier warb eindringlich für gemeinsame Regelungen in den Bundesländern. Es wäre „albern, wenn wir in Wiesbaden dichtmachen und die in Mainz haben auf“, erklärte der Ministerpräsident.

Bei den Beratungen will Bouffier Klarheit darüber bekommen, wie die Geschäfte finanziell unterstützt werden, um einen erneuten Lockdown zu überstehen. „Sie können doch nicht die Läden zumachen und den Leuten sagen: Seht zu, wie ihr weiterkommt“, betonte der Regierungschef.

Hessische Landesregierung kann auf Corona reagieren, ohne Parlament zu fragen

Allerdings werde es um einen „dramatischen Betrag“ gehen, wenn dem Handel ein Teil des Weihnachtsgeschäfts verloren gehe. Die vom Staat zu leistende „Dezemberhilfe“ werde dadurch in die Höhe schießen.

SPD-Fraktionschefin Faeser forderte, in den Geschäften den „Außer-Haus-Verkauf ohne Aufenthalt in den Läden“ zuzulassen. So müssten Buchhandlungen ihre Bücher nach außen verkaufen können, ähnlich wie die Gastronomie ihre Speisen außer Haus verkaufe.

Der Landtag beschloss am Freitag ein schwarz-grünes Gesetz zur Beteiligung des Parlaments an Corona-Einschnitten. Es erlaubt der Landesregierung, solche dringlichen Regelungen auf den Weg zu bringen, ohne vorher den Landtag zu hören. Allerdings muss das Parlament umfangreich informiert werden.

Zahl der Neuinfektionen mit Corona in Hessen steigt weiter an

Die Zahl der Corona-Infektionen und Todesfälle in Hessen stieg weiter deutlich an. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen lag am Freitag um 1917 höher als am Vortag, wie aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger in Verbindung gebracht werden, erhöhte sich um 58 auf insgesamt 1659. (mit dpa)

Rubriklistenbild: © Michael Schick

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