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Volker Bouffier
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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. (Archivfoto)

Pandemie

Corona-Regeln in Hessen: Bouffier nennt Details zu Verschärfungen

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Hessen ändert seine Corona-Regeln. Geboosterte Personen profitieren von den Anpassungen.

Wiesbaden – In Hessen gelten von Donnerstag an verschärfte Corona-Regeln. So wird Silvesterfeuerwerk an belebten Orten verboten.

Außerdem gibt es eine Reihe von Sonderregeln, die in Städten und Landkreisen mit besonders hohen Inzidenzen greifen. Das hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag im Landtag angekündigt.

Hessen verschärft die Corona-Regeln

„Die Zahlen sind immer noch zu hoch“, sagte Bouffier mit Blick auf die Inzidenz der Neuerkrankungen und die Belegung von vielen Krankenhausbetten mit Corona-Kranken. Allerdings machten die Erfolge beim Impfen ihn zuversichtlich. Sozialministerin Kai Klose (Grüne) gab bekannt, dass 15 Patientinnen und Patienten aus südhessischen Kliniken nach Nord- und Mittelhessen verlegt werden müssten. Damit soll einem Engpass in den südhessischen Krankenhäusern vorgebeugt werden.

Die Opposition wandte sich vor allem dagegen, dass der hessische Landtag nicht in die Beschlüsse einbezogen war. Eine breite öffentliche Debatte sei notwendig, damit die Beschlüsse in der Bevölkerung akzeptiert würden, monierten Daniela Sommer (SPD), Yanki Pürsün (FDP) und Ulrich Wilken (Linke).

Das schwarz-grüne Kabinett hat nach Bouffiers Angaben folgende Neuerungen beschlossen:

  • Boostern: Die Auffrischungsimpfung für Menschen, die bereits zwei vorangegangene Corona-Impfungen erhalten haben, bringt künftig einen Vorteil mit sich. Wer die Booster-Impfung nachweisen kann, muss sich nicht mehr testen lassen – auch nicht dort, wo die 2G-plus-Regel gilt. „Das ist eine echte Erleichterung für die, die dreimal geimpft sind“, sagte Bouffier. Bei 2G-plus-Veranstaltungen müssen normalerweise auch genesene und geimpfte Menschen einen aktuellen Test vorweisen. Einzelne Bundesländer hatten die Erleichterung für Menschen mit Booster-Impfung bereits vor einigen Tagen eingeführt.
  • Silvester: Das Abbrennen von Böllern und Raketen wird „an publikumsträchtigen Orten“ verboten, damit nicht zusätzliche Verletzte die Krankenhäuser belasten. Welche Orte unter die Definition fallen, entscheiden die Kommunen vor Ort. „Das gilt nicht für diejenigen, die in ihrem Garten mit ihren Kindern drei Raketen anzünden“, erklärte Bouffier.
Corona-Regeln in Hessen: Kein Böllern an belebten Orten. (Archivfoto)
  • Großveranstaltungen: Bei Großveranstaltungen im Freien mit 3000 Menschen oder mehr gilt jetzt eine Maskenpflicht. Bei Veranstaltungen in Hallen mit mehr als 250 Plätzen darf nur ein Teil der Sitze belegt werden – nämlich nur jeder vierte Platz, der über 250 hinausgeht. Das sieht dann am Beispiel einer Halle mit 4000 Plätzen so aus: Dort dürfen 1000 Plätze (jeder vierte Platz) sowie 250 Plätze (der „Sockel“) belegt werden, insgesamt also 1250 Plätze.

Sonderregeln gelten für Städte und Landkreise mit einer Inzidenz von mehr als 350 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner:innen in sieben Tagen. Dieser Wert wird derzeit in Offenbach, Wiesbaden, Fulda und im Odenwaldkreis überschritten. Wenn eine Region drei Tage hintereinander eine Inzidenz über 350 aufweist, gelten ab dem vierten Tag folgende Regeln:

  • Gemeinden können Alkoholverbote für den öffentlichen Raum verhängen.
  • In Fußgängerzonen und Einkaufszentren kann Maskenpflicht eingeführt werden.
  • 2G-plus wird eingeführt als Standard für Veranstaltungen in Kultur, Gastronomie, Sport, Freizeit, Fitness und für touristische Übernachtungen – und zwar immer dann, wenn es um Gruppen von mehr als zehn Personen geht.
  • Clubs, Diskotheken und Bordelle müssen ganz schließen. Ausnahme: Wenn Clubs nach den Regeln von Restaurants öffnen, können sie im 2G-plus-Modus weiter öffnen. Tanzen wird aber untersagt.
  • Der Besuch von Weihnachtsmärkten kann beschränkt werden auf Menschen, die genesen oder geimpft sind – also die 2G-Regel.
  • Bei Großveranstaltungen mit mehr als 3000 Teilnehmer:innen gilt nicht nur 2G-plus, sondern zusätzlich eine Maskenpflicht.

(Pitt v. Bebenburg)

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