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Hessen

Corona in Hessen: Volker Bouffier erwägt Alkoholverbot in der Öffentlichkeit

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Hessens Ministerpräsident Bouffier plant mit weiteren Corona-Einschränkungen. Zudem wurden 100 000 Impfdosen zusätzlich für Hessen zugesagt.

Ministerpräsident Volker Bouffier erwägt weitere Corona-Restriktionen für Hessen.

Wiesbaden - Die Hessische Landesregierung denkt über ein Verbot des Ausschanks von Alkohol in der Öffentlichkeit nach, um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte am Donnerstag nach der Runde der Ministerpräsident:innen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD), er könne sich ein solches Verbot als einen der nächsten Schritte vorstellen.

Bei dem Spitzentreffen war vereinbart worden, dass es bei Corona-Inzidenzen von mehr als 350 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner:innen innerhalb von sieben Tagen die Möglichkeit geben solle, Gaststätten zu schließen, Hotelübernachtungen einzuschränken und Alkoholverbote zu verhängen. Dieser Wert ist derzeit in Frankfurt, im Odenwaldkreis und an der Bergstraße überschritten.

Alkoholverbot in der Öffentlichkeit: In Hessen schon vor einem Jahr verhängt

Ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit war bereits vor einem Jahr für einige Zeit verhängt worden. Bouffier sagte, die „allermeisten“ Beschlüsse der bundesweiten Runde vom Donnerstag seien in Hessen bereits umgesetzt. „Für Hessen ergibt sich bis nächste Woche kein Veränderungsbedarf“, stellte der Ministerpräsident fest.

Es werde nur geringfügige Anpassungen der hessischen Regeln an die Vereinbarungen geben, etwa in der Frage, mit wie vielen Hausständen sich Menschen ohne Impfung treffen dürften. Es werde eine Beschränkung auf Zusammenkünfte mit höchstens zwei anderen Hausständen geben.

Am Dienstag (07.12.2021) soll der Hessische Landtag „die konkrete Gefahr der epidemischen Ausbreitung“ von Corona formell feststellen. Nach einem entsprechenden Beschluss würden sich Möglichkeiten zu weiteren Einschränkungen eröffnen. Bouffier kündigte an, mit den Vorsitzenden anderer Fraktionen über die nächsten Schritte zu beraten.

Appell an Volker Bouffier: Kultureinrichtungen nicht schließen

Froh zeigte sich der hessische Regierungschef darüber, dass die Konferenz von Bund und Ländern beschlossen habe, „eine ganze Reihe von Wirtschaftshilfen“ fortzusetzen. Er verstehe die Sorgen betroffener Branchen, etwa von Einzelhandel und Veranstaltungswirtschaft, gut. Trotzdem seien die Einschränkungen unabdingbar.

Das Frankfurter Schauspielhaus kündigte seine Schließung von Sonntag bis Donnerstag, 9. Dezember, an. Man habe weit mehr Eintrittskarten verkauft, als nach den neuen Regeln Besucher:innen zugelassen werden könnten, teilte das Theater mit. Weil es keine Kriterien dafür gebe, wer von den Kartenbesitzer:innen ausgeladen werden sollte, sehe man sich zur vorübergehenden Schließung gezwungen.

Der Intendant der Oper von Frankfurt, Bernd Loebe, bat Ministerpräsident Bouffier in einem Brief, Kultureinrichtungen auch dann offen zu lassen, wenn Freizeiteinrichtungen geschlossen werden müssten. „Eine Schließung der Theater hätte verheerende Folgen“, schrieb Loebe.

Zusätzliche Impfdosen von Moderna erwartet

Nach den Engpässen beim Corona-Impfstoff in den vergangenen Tagen soll Hessen am heutigen Freitag (03.12.2021) zusätzlich 100.00 Impfdosen des Herstellers Moderna erhalten. Das teilten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Donnerstag mit. Gemeinsam hätten Bund und Land „alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Impfkampagne weiter zu unterstützen“.

Die Stadt Frankfurt erhält 7000 von den 100.000 Impfdosen. Das meldete Klose gemeinsam mit dem Frankfurter Gesundheitsdezernenten Stefan Majer (Grüne). „Wir sind froh um jede Dosis und geben jetzt wieder maximal Gas“, kündigte Majer an. „Denn mit unserem Impferfolg steht und fällt, wie wir durch die vierte Welle kommen.“ (Pitt von Bebenburg)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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