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Corona-Party in Frankfurt Anfang März: Nachmittags flanierten viele Menschen im Hafenpark, abends kam es dann zur Party.
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Corona-Party in Frankfurt Anfang März: Nachmittags flanierten viele Menschen im Hafenpark, abends kam es dann zur Party.

KOMMENTAR

Ausbaden, wenn andere Partys feiern: Die Solidarität bei Corona bröckelt

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Die Politik hat es in der Corona-Krise nicht alleine zu verantworten, dass die dritte Welle so an Wucht gewonnen hat. Ein Kommentar.

Wiesbaden – Die hessische Landesregierung setzt auf Zeit. Für Montag ist das nächste Krisentreffen der Länder mit der Bundeskanzlerin angesetzt. Bis dahin sind weitreichende Entscheidungen eher unwahrscheinlich. Selbst wenn die Inzidenzgrenze von 100 geknackt ist, der Wert, bei dem eigentlich die Notbremse gezogen werden sollte.

Doch wie viele Bundesländer folgt nun auch Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) im großen Stil nicht mehr der Linie der Kanzlerin. Schon die Öffnung der Fitnessstudios war ein Alleingang mit Schleswig-Holstein. Die Notbremse sei kein Automatismus, heißt es aus der Staatskanzlei in Wiesbaden.

Volker Bouffier über Corona-Pandemie: Politik ist in Dilemma

Es stimmt. Die Inzidenz sollte nicht das Maß aller Dinge sein. Bei hohen Impfquoten beim besonders schützenswerten Teil der Bevölkerung und einem flächendeckenden Zugang zu wöchentlichen kostenlosen Tests könnten auch andere Kriterien gelten. Aber davon sind wir noch weit entfernt. Noch immer warten über 80-Jährige auf einen Impftermin. Noch immer gibt es nicht an jeder Ecke ein Testangebot.

Bouffier hat gesagt, die Politik sei in einem Dilemma. Die Menschen sind coronamüde, die Unternehmen stinksauer, immer mehr Berufsgruppen fordern die Impfung - und die Virusvarianten lassen die Infektionszahlen nach oben schnellen. Die Wahlen vom Sonntag hätte Bouffier der Ehrlichkeit halber auch noch nennen müssen. Neue kleine Freiheiten sorgen für bessere Stimmung als die nächste Lockdown-Ankündigung. Denn danach sieht es leider aus.

Corona-Pandemie: Die Politik ist nicht alleine schuld an der dritten Welle

Die Politik mit ihren unverantwortlichen Lockerungen hat es nicht allein zu verantworten, dass die dritte Welle derart an Wucht gewonnen hat. Immer mehr Leute ignorieren die Gefahr. Man muss nur bei schönem Wetter an das Frankfurter Mainufer gehen. Und die Flüge nach Mallorca finden guten Absatz. Das ist nicht nur unsolidarisch gegenüber Menschen mit einem erhöhten Risiko, an Covid zu sterben. Das ist auch unfair gegenüber den Beschäftigten im Gesundheitswesen. Die haben es auszubaden, wenn andere Partys feiern. (Jutta Rippegather)

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