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Hessen

CDU Rheingau-Taunus/Limburg nominiert Willsch erneut

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Willsch war wegen Taiwan-Anzeigen in seiner Monatszeitung ins Gerede gekommen. Bei seiner Nominierungsrede nennt er Zahlen zu den Geschäften

Der hessische Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch tritt erneut als Direktkandidat der CDU für den Wahlkreis Rheingau-Taunus/Limburg an. Die Delegiertenversammlung der CDU nominierte den 60-Jährigen am Mittwochabend in Niedernhausen für die Wahl am 26. September.

Die 178 Delegierten stimmten nach Angaben der Partei mit 75,7 Prozent für Willsch, der den Wahlkreis seit 1998 stets gewonnen hat. Er hatte keine Gegenkandidatinnen oder -kandidaten.

In seiner Nominierungsrede nannte Willsch Zahlen zu den Anzeigen aus Taiwan in seinem „Rheingau-Taunus-Monatsanzeiger“, die kurz vorher von Medien und Politiker:innen anderer Parteien thematisiert worden waren. Die asiatische Inselrepublik habe im Dezember 2015, im November 2016 und im Mai 2019 in seinem Blatt inseriert, berichtete der CDU-Politiker laut seinem Redemanuskript. Dafür habe die Regierung in Taipeh 2100, 2100 und 1680 Euro bezahlt.

Diese Einnahmen habe er dem Bundestagspräsidenten als Nebeneinkünfte gemeldet. „Dass eine einzige Ausgabe des Monatsanzeigers rund 15 000 Euro an Produktions- und Vertriebskosten verursacht, ist in dieser Systematik leider nicht vorgesehen“, bedauerte Willsch.

Der 60-jährige Christdemokrat ist Vorsitzender des „Parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipeh“. Er setzt sich für die internationale Anerkennung der demokratisch regierten Republik Taiwan ein, die von der Volksrepublik China als Teil des eigenen Landes beansprucht wird. Der Umstand, dass er zugleich Geld aus Taipeh für Anzeigen erhielt, hatte für kritische Nachfragen gesorgt.

Willsch sprach von „Skandalisierungsversuchen“ in „links-grünen Medien“. Es sei „eine bodenlose Frechheit“, wenn ihm unterstellt werde, er diene „quasi fremden Mächten“.

Der Politiker aus Hohenstein im Rheingau-Taunus hatte sich in den vergangenen Jahren als „Rebell“ profiliert, der gegen die Euro-Rettungspakete der eigenen Bundesregierung stimmte. Willsch folge bei der Ausübung seines Mandats seinem Gewissen und seiner Überzeugung, formulierte Innenminister Peter Beuth, der als Stellvertreter des CDU-Rheingau-Taunus-Kreisvorsitzenden Willsch amtiert. „Auch für seine Geradlinigkeit wurde er regelmäßig mit hervorragenden Wahlergebnissen belohnt“, fügte Beuth hinzu, der Willsch als „Zugpferd“ seiner Partei pries.

Der Kreisvorsitzende der CDU Limburg-Weilburg, Andreas Hofmeister, hatte Willsch als Kandidaten vorgeschlagen. Er sagte, Willsch gestalte die parlamentarische Arbeit „mit großem Sachverstand und Selbstbewusstsein“.

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