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Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl mit Wahlrecht für alle

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Am Sonntag geht’s an die Wahlurnen - wir beantworten die wichtigsten Fragen für Sie

Wer darf wählen?

Grundsätzlich wahlberechtigt sind Menschen, die mindestens 18 Jahre alt sind, die deutsche Staatsbürgerschaft haben und seit mindestens drei Monaten in Deutschland wohnen. In Hessen dürfen laut Statistischem Landesamt rund 4,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger an der Bundestagswahl teilnehmen. Darunter sind 220 000 Jungwählerinnen und -wähler, die erstmals zur Teilnahme an einer Bundestagswahl aufgerufen sind.

Was ist neu?

Im Februar 2019 hat das Bundesverfassungsgericht bisherige Vorschriften des deutschen Wahlrechts, nach denen bestimmte Gruppen von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen vom Wahlrecht ausgeschlossen waren, gekippt. So dürfen bei der jetzigen Bundestagswahl erstmal auch Menschen mit Behinderung wählen, die vollbetreut werden. Das betrifft deutschlandweit rund 85 000 Menschen. Und auch Menschen, die sich in einem psychiatrischen Krankenhaus befinden, weil sie eine Straftat begangen haben, allerdings schuldunfähig waren, dürfen erstmals ihre Stimme bei einer Bundestagswahl abgeben.

Wer tritt zur Wahl an?

Insgesamt treten in Hessen 515 Kandidatinnen und Kandidaten an. 22 von ihnen werden als Wahlkreissiegerinnen und -sieger ein Direktmandat erhalten. Für die Zweitstimme sind in Hessen 23 Parteien zugelassen. Neben den sechs im Bundestag vertretenen Parteien (CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke, AfD) treten auch 17 Kleinparteien an. Die Frauenquote aller hessischen Kandidaturen für die Bundestagswahl liegt insgesamt bei 33 Prozent.

Wie funktioniert das mit der Erst- und Zweitstimme?

Bei der Bundestagswahl können zwei Stimmen vergeben werden. Mit der Erststimme (linke Seite des Wahlzettels) wählt man einen Kandidaten oder eine Kandidatin aus seinem Wahlkreis. Wer die meisten Erststimmen in seinem Wahlkreis bekommt, erhält ein Direktmandat und kommt als Abgeordneter in den Bundestag. Mit der Zweitstimme (rechte Seite des Wahlzettels) wird die Landesliste einer Partei gewählt und damit der Anteil an Sitzen der Parteien im Parlament bestimmt. Je mehr Zweitstimmen eine Partei bekommt, desto mehr Sitze erhält sie. Allerdings muss eine Partei mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen (5-Prozent-Hürde) oder drei Direktmandate erhalten, um in den Bundestag einzuziehen.

Wie kommt die Reihenfolge auf dem Stimmzettel zustande?

Die Reihenfolge der Landeslisten auf dem Stimmzettel richtet sich zuerst nach dem Zweitstim-menergebnis der letzten Bundestagswahl in Hessen. Die übrigen Wahlvorschläge schließen sich in alphabetischer Reihenfolge der Namen an.

Was wird, neben dem Bundestag, in Hessen noch gewählt?

In Hessen finden zeitgleich zur Bundestagswahl in rund 30 Gemeinden und Städten Bürgermeisterwahlen statt. Gießen wählt einen neuen Oberbürgermeister und einen Landrat und auch in Waldeck-Frankenberg und Offenbach werden Landräte gewählt.

Zusammengestellt von Helen Schindler

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