Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der hessische Ministerpräsident und CDU-Parteichef warnt im Bundestagswahlkampf vor einem „ideologischen Kampf gegen das Auto“.
+
Der hessische Ministerpräsident und CDU-Parteichef warnt im Bundestagswahlkampf vor einem „ideologischen Kampf gegen das Auto“. (Symbolbild)

Parteitag

Hessens CDU will „Klimawohlstand“ – doch Bouffier warnt vor „Kampf gegen das Auto“

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
    schließen

Die hessische CDU nominiert Kanzleramtsminister Braun als Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl. Sowohl er als auch CDU-Landeschef Bouffier grenzen sich von den Grünen ab.

Gießen – Im Kampf um das Bundeskanzleramt streicht die CDU ihre Unterschiede zu den Grünen heraus. Beim Nominierungsparteitag der hessischen CDU am Samstag (12.06.2021) in Gießen warb Landesparteichef Volker Bouffier für „Klimawohlstand“. Auch die Union strebe Klimaschutz an, „aber gemeinsam mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen und Wohlstand“, erläuterte Bouffier. „Nur wenn die Menschen Arbeit haben, wenn sie genug verdienen, dann werden sie die notwendigen Veränderungen auch mitgehen.“ Zudem warnte der hessische Ministerpräsident und CDU-Parteichef vor einem „ideologischen Kampf gegen das Auto“.

Fast einstimmig nominierte die hessische CDU Angela Merkels Kanzleramtsminister Helge Braun als Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl am 26. September. Der 48-jährige Arzt, der wie Bouffier in Gießen lebt, bekam 98 von 99 Delegiertenstimmen. Auf den nächsten Plätzen folgen die amtierenden Bundestagsabgeordneten Patricia Lips, Michael Meister, Michael Brand und Katja Leikert. Das schlechteste Ergebnis erhielt der auf Platz neun kandidierende Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch mit 73 Stimmen.

CDU-Parteitag in Hessen: Braun und Bouffier machen Klimaschutz zum Thema

Es ist allerdings gut möglich, dass die CDU-Landesliste keine wichtige Rolle bei der Vergabe der Bundestagsmandate spielt. Wenn die CDU erneut viele Direktmandate in Hessen holt, würde niemand oder nur vereinzelte Kandidatinnen und Kandidaten über die Liste in den Bundestag einziehen.

Spitzenkandidat Braun argumentierte beim Thema Klimaschutz ähnlich wie Bouffier, bezog sich aber auf den internationalen Vergleich. Wenn Deutschland dafür werbe, Klimaschutz durch Wohlstandsverlust und einen Verzicht auf Mobilität zu erkaufen, „dann verlieren wir 60, 70, 80 Prozent der Bevölkerung auf diesem Planeten“, sagte der Kanzleramtsminister. Stattdessen müsse die Bundesrepublik zur Vorreiterin bei der Entwicklung von Technologien werden, mit denen die Klimaveränderung bekämpft werden könne.

Auch die Union strebe Klimaschutz an, „aber gemeinsam mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen und Wohlstand“, erläuterte Volker Bouffier. (Archivbild)

Bouffier spürt „Sehnsucht nach 30 plus“ für CDU bei Bundestagswahl

Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet kündigte an, seine Partei wolle die 2020er Jahre zu einem „Modernisierungsjahrzehnt“ machen. In einem per Video eingespielten Grußwort wies Laschet darauf hin, wie schnell sich politische Stimmungen ändern können. Damit spielte er auf die Wahl in Sachsen-Anhalt am vergangenen Wochenende an, die CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff überraschend deutlich gewonnen hatte. Auch Bouffier ging darauf ein und lobte Haseloff. Er habe gezeigt, wie erfolgreich man mit einer „klaren Haltung, auch und gerade gegenüber der AfD“, sein könne.

Den größten Beifall der hessischen CDU-Delegierten erhielt Bouffier, als er sagte: „Wir dürfen uns nicht mit 28 oder 29 Prozent zufrieden geben.“ Er spüre eine „Sehnsucht nach 30 plus“ in seiner Partei.

Bouffier (CDU) geht bei hessischem Parteitag aufs Gendern ein

In einer längeren Passage seiner Rede sprach Bouffier die Frage an, ob in der deutschen Sprache gegendert werden soll, also Formulierungen verwendet werden, die gleichermaßen Frauen wie Männer berücksichtigen. „Ja, wer gendern möchte, der soll es tun. Aber wer es nicht möchte, dem soll man aber auch die Freiheit geben, es zu lassen“, formulierte der Parteivorsitzende.

Weder Bouffier noch andere Rednerinnen und Redner gingen auf den aktuellen Skandal um Spezialeinsatzkräfte der hessischen Polizei ein, die rechtsextreme Nachrichten in Chats ausgetauscht haben sollen.

Der Parteitag endete wie immer bei der CDU mit dem Abspielen der Nationalhymne. Nur mitgesungen werden durfte diesmal nicht – aus Corona-Gründen. (Pitt von Bebenburg)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare