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Mathematik braucht Übung und Anleitung. Weil es die wegen Corona allzu oft nicht gibt, sollen Lernrückstände aufgeholt werden. dpa
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Mathematik braucht Übung und Anleitung. Weil es die wegen Corona allzu oft nicht gibt, sollen Lernrückstände aufgeholt werden. dpa

Schule

Bund und Land planen eine Milliarde Euro für die Nachhilfe

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Auch in Hessen soll versäumter Lernstoff nachgeholt werden. Es gibt Camps in den Ferien und vielleicht Extra-Unterricht.

In Hessen haben sich nach Auskunft des Kultuministeriums bereits 100 Schulen für die Ausrichtung von Ostercamps angemeldet. Dort sollen Schülerinnen und Schüler den wegen Corona versäumten Stoff nacharbeiten können. Derweil planen Bund und Länder ein umfangreiches Programm zum Aufarbeiten von Lernlücken.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hatte bereits im Februar angekündigt, dass es wie im vergangenen Jahr in den Oster- und den Sommerferien Förderangebote für Hessens Schülerinnen und Schüler geben soll. Geplant sind Camps, die in der Regel eine Woche dauern. Die Teilnahme daran ist freiwillig, Lehrkräfte unterrichten dort Jugendliche, deren Rückstände besonders groß sind. Im vorigen Jahr hatten sich rund 7000 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Ebenfalls wieder geben solle es die Ferienakademie in den Sommerferien.

Dieses Angebot, bei dem vor allem Lehramtsstudierende zum Einsatz kommen, solle ausgeweitet werden. An der Ferienakademie nahmen rund 15 000 Kinder und Jugendliche der Jahrgangsstufen 1 bis 8 teil. An die Klassenstufen 1 bis 5 richtete sich das Angebot „Ferdi“, bei dem online gelernt werden kann.

Zwei Stunden pro Woche

Wie groß die Lücken tatsächlich sind, wurde bislang nicht systematisch erfasst. Schulschließungen und das Ausweichen auf Distanzunterricht haben allerdings nahezu überall Defizite entstehen lassen. Vor allem schwächere Schüler:innen sowie Kinder und Jugendliche, die zu Hause wenig oder keine Unterstützung erhalten, haben darunter gelitten.

Bund und Länder wollen deshalb ein umfangreiches Programm auflegen. Lorz sagte, die Initiative sei gut und richtig. „Wir müssen alles dafür tun, dass die Kinder und Jugendlichen die Lernrückstände, die in der Corona-Zeit entstanden sind, wieder ausgleichen können.“

Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Förderprogramm solle einen Umfang von einer Milliarde Euro haben. Das sei zumindest die „Arbeitshypothese“ zwischen Bund und Ländern. Nach Angaben aus dem Hessischen Kultusministerium sei man aber von einem konkreten Abschluss noch entfernt. So sei die Finanzierung noch nicht ausgehandelt und nicht beschlossen, welche Schüler:innen gefördert werden sollten

Denkbar sind laut Rabe zwei Extrastunden pro Woche in Kleingruppen über ein gesamtes Schuljahr verteilt oder vier Förderstunden pro Woche während eines halben Schuljahrs.

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