Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hessen

Brücken mit Sanierungsbedarf

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
    schließen

Hessen Mobil wacht über die Verkehrssicherheit von 4000 Bauwerken. Für manche gelten wegen ihres Zustands Lastenbegrenzungen.

Rund zehn Prozent der Brücken an Bundes- und Landesstraßen in Hessen fallen unter die Kategorie „dringend sanierungsbedürftig“. Automatisch unbrauchbar sind sie dadurch nicht. Und: „Gemessen an dem allgemeinen Bauwerkszustand sowie der Verfügbarkeit der Bauwerke kann man den Gesamtzustand als gut bezeichnen“, heißt es in einer Antwort von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) auf eine FDP-Anfrage.

Gestellt hatte sie der Landtagsabgeordnete Stefan Naß. Er wollte wissen, wie es um die Bauwerke steht. Vorausgegangen war eine Ausschusssitzung Mitte Dezember, in der unter anderem die Sperrung der Brücke Wiesbadener Straße/L3027 in Niedernhausen ausführlich erörtert wurde. „Nach diversen Problemen an hessischen Brücken“, etwa an der Schiersteiner oder der Salzbachtalbrücke, stellten sich Fragen nach dem generellen Zustand, begründete der FDP-Politiker.

Nach Angaben des Ministers ist die Landesbehörde Hessen Mobil aktuell für 4000 Brücken zuständig. Es gebe regelmäßige Überwachungen: jährliche Sichtprüfung, einfache Prüfungen und Hauptprüfungen jeweils um drei Jahre versetzt. Die Kontrollen erfassten die Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit. Hinzu kämen „Prüfungen aus besonderem Anlass“ – beispielsweise nach Anfahrunfällen, Überflutungen oder Stürmen. Oder aufgrund besonderer Vorschriften. „Die Zustandsnote eines Bauwerks bildet die Grundlage für die weitere Erhaltungsplanung und lässt die Dringlichkeit notwendiger Maßnahmen erkennen“, sagt das Ministerium. Seinen Ausführungen zufolge heißt „dringend sanierungsbedürftig“ nicht zwangsläufig, dass die Nutzung eingeschränkt ist. Die Bezeichnung diene lediglich „als Indikator für eine in näherer Zukunft anzustrebende Instandsetzungsmaßnahme“.

Es komme vor, dass vergleichsweise einfache Schäden etwa am Brückengeländer oder an der Entwässerung der Brücke ihre Einstufung deutlich verschlechtere. Entscheidend sei, dass bei allen für den Verkehr frei gegebenen Brücken die Stand- und Verkehrssicherheit gewährleistet ist. „Insoweit bildet die Instandhaltung einen Schwerpunkt der Arbeit von Hessen Mobil.“

Beigefügt ist der Antwort eine Liste mit 37 Brücken an Landesstraßen, die aufgrund ihres Zustands einer Lastbeschränkung unterliegen beziehungsweise gesperrt sind. Darunter die Bahnunterführung Frankfurter Berg, die in diesem Jahr im Zuge des Ausbaus der S-Bahn-Strecke erneuert wird. Oder die Unterführung Rodau bei Mühlheim, die seit 1991 für den Lastverkehr über zwölf Tonnen gesperrt ist. Dort ist für 2022 Abhilfe angekündigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare