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An der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in den katholischen Bistümern können sich nun auch Opfer beteiligen.
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An der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in den katholischen Bistümern können sich nun auch Opfer beteiligen.

Sexueller Missbrauch

Bistum Limburg: „Missbrauch bestimmt das Bild der Kirche“

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
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Der Limburger Bischof Georg Bätzing wirbt um die Mitarbeit im Betroffenenbeirat. Auch wenn das eine Zumutung sei.

Kurz nach dem Aufruf des Bistums Limburg zur Einrichtung eines Beirats, der den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche aufarbeiten soll, haben sich bereits drei Betroffene zur Teilnahme gemeldet. Bischof Georg Bätzing sagte, umfassende Aufarbeitung, Transparenz, Prävention und eine grundlegende Veränderung der Kultur innerhalb der Kirche seien der einzige Weg, das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen.

Um dies zu erreichen, sei die Perspektive der vom sexuellen Missbrauch Betroffenen unverzichtbar, betonte Bätzing in einer Video-Konferenz am Donnerstag. Der Missbrauch bestimme das Bild der Kirche in der Öffentlichkeit. Es sei nötig, die Kultur so zu verändern, dass dieser nicht mehr stattfinden könne. „Und wenn er stattfindet, dann muss er aufgedeckt und aufgeklärt werden“, versprach der Bischof.

Grundlage dafür ist eine im Juli 2020 vorgestellte 421 Seiten starke Dokumentation über Missbrauchsfälle im Bistum Limburg, die 70 Experten und Expertinnen von innerhalb und außerhalb der Kirche erstellt haben. Einer dieser Experten ist Caspar Söling, der nun als Missbrauchsbeauftragter des Bistums dafür zuständig ist, dass die in der Dokumentation genannten 64 Maßnahmen umgesetzt werden.

Söling stellte am Donnerstag die konkrete Vorgehensweise vor. Dazu gehört, dass bestimmte Maßnahmen jeweils verantwortlichen Personen zugeordnet sind und die Umsetzung transparent nachverfolgt werden kann.

Der Betroffenenbeirat wird von den Bistümern Limburg, Mainz und Fulda gemeinsam eingesetzt. Ihm sollen insgesamt neun Personen angehören. Interessierte können sich noch bis 28. März bei den jeweiligen Bistümern postalisch melden. Ein Auswahlgremium, in dem ebenfalls Betroffene vertreten sind, soll dann die Beiratsmitglieder aussuchen. Dieser soll eine eigene Geschäftsstelle bekommen und selbstständig arbeiten.

„Die Betroffenen sollen selbst zu Akteuren werden“, sagte Bischof Bätzing. Diese seien „erstaunlicherweise bereit, sich weiterhin in der Kirche zu engagieren“. Es sei ihm klar, dass es für Betroffene eine Zumutung sein könne, sie um Unterstützung zu bitten.

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